Verwöhnprogramm für Körper, Geist und Seele

Frau Richard begrüßt mich persönlich und sehr herzlich, lässt mein Gepäck auf das Zimmer bringen und bietet mir einen Cappucchino nach der langen Reise an. Sie bittet mich in das wunderschöne und noch leere Restaurant, der Kaffee kommt sofort und ich kann mir auch gleich was Köstliches zum Mittagessen aussuchen. Man spürt das Franziska Richard als Direktorin informiert ist, welche Gäste wann anreisen, wer welche Vorlieben hat und wer schon mehrmals da war – sie kümmert sich. „Wir möchten das sich die Gäste rundum wohlfühlen“, sagt sie und bei mir ist das schon mal gelungen. Franziska Richard setzt auf Wellbeing und Longevity für ihre Gäste. Und egal ob „Mental Health“ oder „Detox Programm“, im Bellevue wird Entspannung großgeschrieben.
Meditation mit Bewegung
Als ich mein Zimmer beziehe, staune ich nicht schlecht, denn es ist eigentlich so groß wie eine Suite mit einem abgeteilten Wohnbereich und einem Badezimmer mit dem schönsten Bergblick. Dazu ein gemütliches Sofa, ein bunter Teppich, alles ist richtig gemütlich und es fühlt sich an, als wäre man bei Freunden zu Besuch und nicht im Hotel. Nach der langen Reise tauche ich noch im herrlich warmen Salzwasser-Pool ab, mache ein Nickerchen im Ruheraum mit Bergpanorama, esse abends köstlich und falle dann müde ins Bett.
Der erste Morgen startet gut ausgeschlafen gleich früh mit einer Meditation und Bewegung, die ein Teil des „Mental Health Programms“ sind, an dem ich teilnehme. In einem lichtdurchfluteten Raum mit bodentiefen Fenstern und Blick in die sagenhafte Adelbodener Bergwelt, erklärt uns Tanja die Trainerin, was in den nächsten 45 Minuten passieren wird. „Wir wollen den Geist ins hier und jetzt holen. Keine Ablenkung der Gedanken. Wir bleiben ganz bei uns“, erklärt sie. Zuerst dehnen und strecken wir uns, bringen die müden Knochen ein bissen in Fahrt am frühen Morgen. Dann legen oder sitzen wir uns bequem auf die Matte, mit einer Decke und einem Kissen und lauschen Tanjas Worten. Die Gedanken folgen ihr und wir spüren diesen besonderen Augenblick des Loslassens. „Wenn es gelingt sich auf die Meditation einzulassen, dann kann es ein ganz wunderbarer Start in den Tag sein“, sagt sie. Und das stimmt absolut.
Anschließend genieße ich das Frühstück, dass vom Bircher Müsli bis zum Lachs, vom köstlichen Schweizer Käse bis zum leckeren Bürli-Brot keine Wünsche offen lässt. Die Eierspeisen werden frisch zubereitet und am Tisch bestellt. Es gibt Tageszeitungen und einen richtig guten Kaffee. Was für ein Luxus. Aber so lange kann ich dann doch nicht hier sitzen bleiben, denn ich bin gleich nach dem Frühstück mit Tanja verabredet zum „coaching walk“, der ebenfalls ein Teil des „Mental Health Programms“ ist.
Coaching Walk, Massage und Teatime
„Wir spazieren durch das Dorf Adelboden und Du erzählst mir ein bisschen was über Dich“, sagt Tanja. „Im Gehen ist es oft einfacher sich zu öffnen und frei zu sprechen“, ergänzt sie. Es gibt keine psychologische Anamnese und Tanja ist auch keine Psychotherapeutin. Sie ist eine ausgebildete Coachin, offen und sie kann sich gut in Menschen hineinfühlen. Und tatsächlich kommen wir ganz locker ins Gespräch und ich erzähle ihr aus meinem Leben. Sie hört zu, stellt Fragen und erzählt auch ein bisschen von sich und ihrem Leben hier in der Schweiz. Nach einer Stunde sind wir wieder zurück im Parkhotel und in ihrem kleinen Büro fragt Tanja mich was ich von dem Gespräch mitgenommen habe und ob ich mir vorstellen kann, mir noch einige meiner Träume zu erfüllen. Ganz sicher kann ich mir das vorstellen und es war total spannend sich mit ihr über diese Themen zu unterhalten. Sie erzählt mir noch von den anderen Programmen, die im Laufe des nächsten Jahres angeboten werden und was da die Besonderheiten sind. Gäste können sich hier auch Bücher und Infomaterial zu all den Themen ausleihen und ihr Wissen dazu vertiefen. Ein wirklich tolles Angebot.
Nach diesem intensiven Vormittag tauche erstmal im Pool ab und schwimme mir den Kopf frei. Dann noch in der Dampfsauna mit Eukalytusduft schwitzen und anschließend ein kleines Schläfchen auf der Liege mit Bergblick. Perfekt! Aber es wird nicht zu lange relaxt, denn schon steht die „Stress Release“ Behandlung bei Maria im Spa an. Sie zeigt mir was für Produkte sie verwendet und ich bin total erstaunt, dass es eine frische Aloe Vera Pflanze ist, mit der sie die Haut behandeln und verwöhnen wird. „Aufgeschnitten drückt man die galertartige Flüssigkeit direkt auf die Haut und massiert sie ein“, erklärt sie. Ganz behutsam beginnt Maria die Massage mit warmen Kompressen an den Füssen und arbeitet sich dann hoch. Die angewärmte Liege, das dämmrige Licht und die leise Hintergrundmusik bringen mich zur totalen Entspannung, so das ich fast einschlafe. Einfach herrlich!
Am späten Nachmittag sitze ich tiefenentspannt im Salon bei klassischer Musik, trinke Tee und genieße eine Rüblitorte, während es draußen zum ersten Mal in diesem Jahr schneit. Drinnen ist so eine schöne Stimmung, die anderen Gäste lesen die Zeitung, spielen Scrabble oder schauen einfach den Schneeflocken durch das Fenster zu.
Chi Gong am Morgen und ein Dorfbummel
Der nächste Morgen startet mit Chi Gong und einer Meditation. Dieses Mal aber mit dem Ausblick in die total verschneiten Berge des Lohner. So eine schöne Aussicht. Tanja leitet uns wieder gut an, damit das „Chi“ so richtig schön fließen kann. „Das ist besonders am Morgen toll, denn so kommt man in die Energie und startet positiv in den Tag“, erklärt sie uns. Und tatsächlich bringen uns die einfachen, fließenden Bewegungen in Fahrt und uns wird ganz warm. Anschließend liegen wir unter Decken eingekuschelt und lauschen bei Kerzenlicht der Meditation die Tanja spricht. Herrlich so den Tag zu beginnen. Danach genieße ich das köstliche Frühstück, das wirklich keine Wünsche offen lässt. Und tatsächlich kommt jetzt über den Bergen die Sonne raus und strahlt mit voller Kraft. Da heißt es natürlich sofort raus gehen. Die Temperaturen sind jetzt auch winterlich und ich starte mit Mütze, Schal und Handschuhe ins Dorf. Adelboden ist ein hübsches Dorf, das durch das Weltcuprennen das immer im Januar stattfindet, weltberühmt geworden ist. Die Hauptstraße säumen viele, kleine Geschäfte und Cafés, die zum Einkehren einladen. Aber auch Hotels und Restaurants gibt es hier natürlich auch. Besonders hübsch ist die kleine Kirche auf dem Dorfplatz. Davor sitzen mehrere Einheimische und genießen ihr mitgebrachtes Mittagessen in der Sonne. Jetzt im November ist noch Zwischensaison und der Ort strahlt Ruhe aus. Das wird bestimmt ab Dezember anders, sobald der Skibetrieb anläuft.
Verwöhnprogramm mit einer Spa-Behandlung
Zu meinem „Mental Health Programm“ gehört auch eine ausgiebige Gesichtsbehandlung mit dem klangvollen Namen „Mahana“. Ich werde sehr freundlich von meiner Kosmetikerin Marilena begrüßt und sie erklärt mir was genau diese Behandlung ist. „Also Mahana bedeutet die Sonne und es ist eine herrlich entspannte Gesichtsbehandlung plus Hand- und Fußmassage“, erklärt Mairlena. Das hört sich toll an und die Vorfreude steigt. Zuerst wird das Gesicht gründlich gereinigt, dann klärt ein Peeling die Haut und eine reichhaltige Maske bringt Feuchtigkeit. Während diese einwirkt, widmet sich Marilena den Händen und Füßen: erst wird mit warmen Kompressen gereinigt und dann mit einer herrlichen Massage plus Pflege verwöhnt. Nach der Behandlung ruht man noch auf einer Liege, trinkt Tee und lässt das schöne Erlebnis nachwirken. Einfach rundum wohlfühlen.
Küche und Kulinarik auf top Niveau
Ganz besonders hervorheben muss man im „Bellevue Parkhotel“ die Kulinarik. Es schmeckt wirklich außergewöhnlich gut und auch die Zusammenstellung der Menüs ist sehr besonders. Alles ist super frisch und der Service erklärt fachkundig was es genau gibt und auch wo es herkommt. Jiri Urban hat das Zepter als Küchenchef im Bellevue übernommen. Acht Jahre lang kochte er an der Seite von Jürgen Willig – nun führt der 35-Jährige die Küche des vielfach ausgezeichneten Hotels eigenständig. Urban stammt aus Ostrava, wo er eine Ausbildung zum Koch und Kellner absolvierte. Danach sammelte er Erfahrungen in verschiedenen Gourmet-, Bistro- und Hotelküchen Tirols. Die Alpenküche hat ihn schon immer fasziniert, sagt er. Als Autodidakt durch und durch – die Gourmetküche hat er sich größtenteils durch viel Lektüre und Ausprobieren angeeignet. Kochen ist seine Leidenschaft: „Seine Gerichte sind temperamentvoll wie er selbst, zugleich elegant, aber niemals deftig“, erklärt mir der freundliche Kellner. Jiri Urban verfolgt das Zwei-Löffel-Prinzip wie Jürgen Willig: Er probiert alles, damit ein Gericht seinen eigenen Geschmack und seine Note trägt. Dabei bleibt er angenehm undogmatisch. Der Stabwechsel am Herd scheint in Adelboden als Fortführung einer bewährten Küchenlinie gelungen. Und ich als Gast kann nur sagen: Es ist einfach alles köstlich und man kommt aus dem Schlemmen nicht mehr hinaus. Auch der gesamte Aufenthalt hier ist einfach wunderbar und man fühlt sich auch als Alleinreisende sehr umsorgt und richtig wohl.
In Sachen Transparenz: Wir bedanken uns ganz herzlich beim Bellevue Parkhotel & Spa für die Einladung (Werbung, da Pressereise) und bei TN-Hotelconsulting für die tolle Organisation. Wir berichten nur über Hotels und Destinationen, die wir selbst getestet haben und die wir auch Freunden empfehlen würden.














