Camping mit Premium Lage
San Felice del Benaco ist keiner der bekannten Hot Spots am Gardasee. Deswegen herrscht hier Ruhe statt Rummel in harmonisch-hügeliger Landschaft – auch auf dem Camping Eden, der zur Gruppe Lago di Garda Camping gehört. Als Netzwerk von 20 Campingplätzen bietet sie außer Unterkünften auch Aktivitäten, Erlebnisse und Routen rund um den Gardasee. Einige davon hat unsere Autorin Antoinette Schmelter-Kaiser ausprobiert.
Arco, Bardolino, Lazise, Limone, Malcesine, Salò, Sirmione: Rund um den Gardasee war ich schon in vielen verschiedenen Orten. San Felice del Benaco gehörte bislang noch nicht dazu, steht aber ab sofort auf meiner „Da muss ich wieder hin“-Liste. Denn dieser kleine Ort südlich von Salò hat viele Vorzüge: seine Lage in einer harmonisch-hügeligen Landschaft, üppig-mediterrane Vegetation, Ruhe statt Rummel, lohnenswerte Ausflugsziele in der Nähe.
Passend dazu trägt unsere Unterkunft im ufernahen Ortsteil Portese den Namen „Camping Eden“ – zu Recht: Überall grünen und blühen Olivenbäume, Palmen, Zypressen und Oleander – angefangen bei der Rezeption, um die herum sich ein Pool, Restaurant/Bar mit großen Außenbereichen und ein Minimarket gruppieren, bis zum obersten Ende des weitläufigen Geländes, wo es einen zweiten Pool mit langer Rutsche nebst Miniclub und Sportplatz gibt.
Casa Mobile Premium mit Panoramablick
Aufgrund seiner Hanglage ist der Camping Eden, der Teil der Gruppe Lago di Garda Camping ist, durchgehend terrassiert – und unsere Casa Mobile Premium auf einer der oberen Stufen so platziert, dass wir einen grandiosen Panoramablick auf den Gardasee und die Bucht von Salò mit Gardone gegenüber haben: von drinnen durch bodentiefe Fenster genauso wie von der Terrasse, die überdacht ist und mit zwei Liegen, Esstisch und Stühlen sowie einer Sitzgruppe wie ein zusätzliches Zimmer wirkt. Was gibt es Schöneres, als hier zu essen, zu lesen und die Aussicht zu genießen?
Lust auf ein Bad im Lago
Nach dem Aufwachen am frühen Morgen siegt trotzdem meine Lust auf ein Bad im Lago. Über steile Treppen geht es runter zur Rezeption. Dann muss ich nur noch eine schmale, wenig befahrene Straße überqueren und schon bin ich am Privatstrand, der zum Camping Eden gehört. Um diese Uhrzeit ist niemand sonst auf der Wiese unter hohen Pinien oder dem Kiesstrand. Also habe ich den hölzernen Steg ganz für mich und kann über eine Leiter ins angenehm erfrischende Wasser klettern, auf dem Sonnenstrahlen tanzen und Enten schwimmen – einfach herrlich!
Isola del Garda: Führung durch ein privates Paradies
Das nächste Highlight lässt nicht auf sich warten. Einige Tage zuvor haben wir einen Ausflug zur nahen Isola del Garda gebucht und werden dafür um 9.10 Uhr mit einem Boot im kleinen Hafen von Portese abgeholt. Nach der kurzen Überfahrt wartet eine deutschsprachige Führerin, die unserer Gruppe zwei Stunden lang ein kleines Paradies zeigt und erklärt: liebevoll angelegte Gartenanlagen und eine Villa im neugotisch-venezianischen Stil, die seit 2001 von den Besitzern – der Familie Cavazza – der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. Auf eigene Faust dürfen Besucher nicht kommen; alle müssen vorab eine Tour reservieren oder können ihre Traumhochzeit an sechs verschiedenen Locations auf der Isola del Garda ausrichten lassen.
Entspannen vor der Sonnenuntergangs-Wanderung
Zurück auf dem Camping Eden heißt es entspannen – mein Mann im klimatisierten Schlafzimmer, ich auf einer Liege am unteren Pool, wo Familien mit Kindern ihren Spaß haben und nachmittags Wasser-Gymnastik angeboten wird. Abends steht dann noch eine Wanderung an. Unser Begleiter dabei ist Roberto Tonoli, ein durchtrainierter Mitsechziger und Mitinhaber des Bike- & Hike-Anbieters KM Sport Gardone. Von Manerba aus laufen wir durch Olivenhaine, Wiesen und Wald zur Punta Sasso, wo Felsen schroff zum See abbrechen, wir mit ein paar Möwen ganz alleine sind und die Sonne letzte Strahlen über das Wasser schickt. Dann führt ein schmaler Pfad steil bergauf zur Rocca di Manerba, die die Reste einer römischen Festung krönen. Unterwegs erklärt Roberto Tonoli, wie Olivenbäume beschnitten und abgeerntet werden, dass unterhalb der Rocca der Eingang zu einer Höhle liegt und dass der markante Monte Pizzocolo oberhalb von Toscolano Maderno auch ein lohnender Gipfel wäre – profunde Ortskenntnis und Lago-Begeisterung in Personalunion.
Schauen, shoppen & staunen
Am Samstag wollen wir einkaufen gehen. Denn im nahen Salò ist vormittags Wochenmarkt: Von Strohhüten über Kleider, Schmuck und Schuhe bis zu Käse, Salami, Obst und Gemüse – hier gibt es jede Menge zu schauen und zu shoppen. Entsprechend groß ist der Andrang von Touristen, aber auch von Einheimischen. Relaxtes Kontrastprogramm erwartet uns ein paar Kilometer weiter im „Heller Garden„: Anfang des 20. Jahrhunderts verwirklichte sich der Arzt und Botaniker Arthur Hruska in Gardone-Riviera den Traum von einem Weltgarten mit Abertausenden verschiedener Pflanzenarten, Teichen und plätschernden Wasserläufen. Nach der Übernahme durch André Heller kamen zeitgenössische Skulpturen von Keith Haring bis Niki de Saint Phalle hinzu, die inmitten von Palmen, Farnen, Schilf und Seerosen stehen. Ergebnis ist ein besonderer Ort, der aus gutem Grund als „magische Oase des Staunens und der Ruhe“ beworben wird.
Beeindruckende Abschiedsvorstellung
Anschließend gönnen wir uns einen XXL-Eisbecher mit Erdbeeren auf der eleganten Uferpromenade von Salò. Dann freuen wir uns auf Schwimmen im See, kühlen Aperol Spritz in der Bar vom Camping Eden und – als Mitbringsel vom Markt – frische Pasta mit Pistazienpesto und Trüffelcreme auf unserer Terrasse. Nachts gibt der Lago eine beeindruckende Abschiedsvorstellung: Heftige Windböen fegen über ihn hinweg, Wellen schäumen, Blitze zucken im Sekundentakt, Donner grollt, Regen prasselt auf unsere Casa Mobile. Der Gardasee kann also auch anders. Doch kaum ist das Gewitter abgezogen, zeigt er sich schnell wieder von seiner sanften, schönen Seite.
In Sachen Transparenz: Wir bedanken uns ganz herzlich Lago di Garda Camping für die Einladung (Werbung, da Pressereise) und bei Global Communication Experts GmbH für die tolle Organisation. Wir berichten nur über Hotels und Destinationen, die wir selbst getestet haben und die wir auch Freunden empfehlen würden.















