Zwischen Seen, Wald und Weinreben
Bozen ist nur 17 Kilometer entfernt. Doch das Gartenhotel Moser bei Montiggl ist ein Kraftort aus einer anderen Welt. In beschaulich-ländlicher Umgebung genießen Gäste Viersterne-Superior-Ambiente und -Annehmlichkeiten. Singles oder Paare wie Trips4kids-Autorin Antoinette Schmelter und ihr Mann fühlen sich hier genauso wohl wie Familien, die oft mit mehreren Generationen kommen.
Frühes Aufstehen fällt mir nicht schwer. Doch ohne Frühstück komme ich körperlich nicht auf Touren – es sei denn, ich kann in angenehm warmem Wasser ein paar Bahnen ziehen. Im Infinity-Sky-Pool des Gartenhotel Moser passt um 7.30 Uhr mit 31 Grad nicht nur die Temperatur, sondern auch der Ausblick: Erst die gepflegten, Anfang 2026 nochmals erweiterten Außenanlagen des Hotels, im Anschluss lange Reihen von Apfelbäumen und Weinreben vor dichtem Wald, auf der anderen Seite eine Kette hoher Berge – dieses Bild kann ich vom dritten Stock aus beim Schwimmen bewundern. Dabei bin ich zunächst allein, bevor allmählich andere Gäste kommen. Nach der ersten Bewegungseinheit des Tages genieße ich eine halbe Stunde auf einem der hübschen Daybeds im lichten Innenbereich, der mit XXL-Fenstern ebenfalls Panoramablick ins Grüne bietet.
Aussicht auf ein reich gedecktes Frühstücksbüffet
Als mein knurrender Magen nicht mehr zu überhören ist, geht es kurz zurück ins Zimmer, um mich anzuziehen und meinen Mann auf Trab zu bringen, der noch im Bett chillt. Aber die Aussicht auf ein reich gedecktes Frühstücksbüffet lockt auch ihn. Dort fehlt nichts für unser kulinarisches Morgen-Glück– weder süße Melonenscheiben noch knusprige Vollkorn-Vinschgerl, aromatischer Alm-Käse, hauchdünn geschnittener Südtiroler Speck, frisch gepresster Apfel-Ingwer-Karottensaft oder Croissants mit Pistazienfüllung, die in einem kleinen Ofen warmgehalten werden. Stundenlang könnten wir weiterschlemmen. Mittags erwartet uns allerdings schon wieder ein „Little Light Lunch“ – eine der vielen Inklusivleistungen im Gartenhotel Moser. Davor wollen wir uns auf jeden Fall mit einem Spaziergang neuen Appetit holen.
Blühender Waldsauerklee im Frühlingstal
Die Runde führt uns nur einen Katzensprung entfernt in den Montiggler Wald, der mit 100 Hektar das größte Naherholungsgebiet Südtirols und ein echter Kraftort ist. Als sein botanisches Highlight gilt ein Biotop namens Frühlingstal, wo bereits ab Februar abertausende Leberblümchen und Schneeglöckchen blühen und viele Besucher anziehen. Später folgen andere Pflanzen, die ebenfalls am Ufer eines gemächlich bergab plätschernden Bächleins unter Bäumen gedeihen. Zum Beispiel Waldsauerklee, dessen zarte, weiße Blüten an Buschwindröschen erinnern und grazil aus tiefgrünen Moospolstern herausragen. Durch Wiesen und Weingärten marschieren wir im weiten Bogen zurück über das pittoreske Dörfchen Montiggl, in dem sich alte Bauernhöfe um eine kleine Kirche gruppieren, Hühner gackern und ein Hahn kräht – das Ganze in Sichtweite vom Gartenhotel Moser.
Kleines Bauernhaus als Basis
Dass es in beschaulich-ländlicher Umgebung liegt, hat seinen Grund. Seine Ursprünge gehen auf ein kleines Bauernhaus nahe Montiggl zurück, das Gisela und Walter Moser 1956 mit der Vision kauften, sich dort den Traum einer eigenen Gastwirtschaft zu erfüllen: Diese war von Anfang an gut gebucht und entwickelte sich sukzessive von der Pension über ein Gasthaus bis zum Hotel; nach der Übernahme durch Sohn Wolfgang und Schwiegertochter Christine folgten weitere Um-, An- und Neubauten, um mehr Platz und Komfort zu bieten oder für ein „ästhetisches Makeover“ zu sorgen. Konstanter Begleiter dieser Metamorphose über 40 Jahre hinweg war und ist das Planstudio Pederiva aus Eppan, das Altes und Neues immer wieder behutsam miteinander verbunden hat. Mittlerweile besteht das Gartenhotel Moser als ganzjähriges Refugium aus zwei Gebäudeteilen mit insgesamt 68 Zimmern und Suiten – die kleinsten messen 26, die größten 102 Quadratmeter.
Alpaka-Touren hoch im Kurs
Paare wie wir, für die es mehrere Adults-only-Bereiche wie extra Etagen im Ramus-Trakt, den Infinity-Sky-Pool nebst Ruheräumen oder die Saunawelt Arbor Vitae gibt, fühlen sich genauso wohl wie Familien. Die können je nach Zahl und Alter ihrer Kinder zwischen Zustellbetten und separaten Kinderschlafzimmern wählen und von vielen Angeboten profitieren – egal ob Gratis-Kinderbetreuung ab drei Jahren, Spiel- und Beschäftigungsangeboten drinnen wie draußen, Kinderkino oder Teenie-Room. Besonders hoch im Kurs stehen die täglichen Touren mit Alf, Artheus, Flocke, Fnü und Luzius. Diese fünf hoteleigenen Alpakas bekommen im Stall bunte Halfter mit Leinen angelegt und dürfen dann in der Gruppe mit zuvor festgelegter Rangfolge durch die grüne Umgebung des Hotels spazieren geführt werden – ein Heidenspaß, den manche Kinder mutig-selbstbewusst absolvieren. Andere sind eher vorsichtig, überlassen ihre Alpakas Mama oder Papa, marschieren aber trotzdem eifrig mit und werden unterwegs Schritt für Schritt mutiger.
Biosauna mit Blick auf den Naturbadeteich
Zurück im Hotel, erwarten uns frisch gebackenen Kuchen und Snacks. Dann ist Wellness angesagt: Weil es heute zu kühl ist, um draußen im Solepool zu baden oder auf einer der zahlreichen Liegen im großzügigen Garten zu lesen, genießen wir die Arbor Vitae-Saunawelt. Besonders gut gefällt mir die Biosauna mit ihren wellenförmigen Holzliegeflächen und Ausblick auf den Naturbadeteich sowie einen XXL-Buddhakopf. Dieses Mal ist es mein Mann, der zum Duschen und Anziehen drängt. Denn er freut sich auf das mehrgängige Abendmenü. Dessen Auftakt ist ein leckeres Salatbuffet, an dem wir uns selbst bedienen dürfen. Alles Weitere wird am Tisch serviert und schmeckt von der Suppe über die Pasta und den Hauptgang bis zum Dessert nicht nur vorzüglich, sondern ist auch ästhetisch-kunstvoll angerichtet. Trotz der überschaubaren Portionen sind wir in Summe so satt, dass wir uns schwören, morgen Abend zurückhaltender zu sein.
Wanderung auf dem Eppaner Höhenweg
Unglaublich, aber wahr: Am nächsten Morgen schlemmen wir schon wieder am Frühstücksbüffet, planen als Kalorienkiller im Anschluss aber eine längere Wanderung auf dem Eppaner Höhenweg. Mit dem Auto geht es durch Weinberge bis zum Ausgangspunkt beim Gasthof Kreuzstein und dann weiter zu Fuß: erst im schweißtreibenden Anstieg bis nach Buchwald, dann über schmale Waldsteige am Hang unterhalb des Mendelkamms allmählich wieder bergab, begleitet von prachtvollen Ausblicken auf Eppan, das gesamte Überetsch und den Bozner Talkessel. Für unsere zweite Tour haben wir im Hotel ab 15 Uhr eine Vespa reserviert: Mit der können wir direkt ans Ziel fahren: erst der Bauernmarkt im hübschen Zentrum von Eppan, wo Selbsterzeugtes aus Südtirol verkauft wird – egal ob Käse, Krapfen, Kräutertee oder Filzpantoffeln. Dann fahren wir zum Kalterer See, den dicht an dicht Weinberge umgeben. Ein Teil davon gehört der Familie Moser, die seit über 40 Jahren Rebflächen kultiviert.
Erfahrung und Expertise in Sachen Wein
Rote Sorten gedeihen im mediterranen Klima rund um den Kalterer See, weiße auf den mineralischen Kalkböden bei den Montiggler Seen; Chardonnay, Sauvignon, Pinot Grigio, Lagrein, Merlot & Co werden auf dem Weingut im Kalterner Ortsteil Unterplanitzing verkauft und stehen – als ein Teil von über 350 guten Tropfen – im Gartenhotel Moser auf der Weinkarte. Zu der berät Ober-Sommelier Gerold mit viel Erfahrung und Expertise. Außerdem begleitet er bei Oldtimer-Touren Hotelgäste regelmäßig in einem orangefarbenen VW-Bus zu Weingütern der Umgebung. Aus gutem Grund beschreiben Christine und Wolfgang Moser Montiggl als „Ort für alle Sinne“, an dem wir mit den Montiggler Seen das räumlich Naheliegendste erst am Abreisetag erkunden, so beschäftigt waren wir vorher mit den Angeboten des Hotels und unseren Ausflügen.
Ein Stück Skandinavien in Südtirol
Nach dem Auschecken starten wird zur Umrundung: Am Ostufer des großen Montiggler Sees, wo das Hotel ein Badehaus besitzt, laufen wir bis zu einem hübschen Aussichtspunkt mit abgerundeten Felsen und Kiefern. Weiter geht es auf einem verwunschenen Pfad bis zum kleinen Montiggler See, der ebenfalls eingekuschelt in einer eiszeitlichen Mulde mitten im Wald liegt. Blau glitzernd und umgeben von dichtem Grün könnte das Duo auch in Skandinavien liegen. Dabei ist Bozen gerade mal 17 Kilometer entfernt – Montiggl als eher unbekannte, tiefenentspannte Facette von Südtirol.
In Sachen Transparenz: Wir bedanken uns ganz herzlich beim Gartenhotel Moser für die Einladung (Werbung, da Pressereise) und bei Stromberger PR für die Organisation. Wir berichten nur über Hotels und Destinationen, die wir selbst getestet haben und die wir auch Freunden empfehlen würden.
















