Inselmomente – Unsere Teneriffa Geheimtipps
Ewiger Frühling, hübsche Altstadtgassen mit kleinen Boutiquen, kreative Inselküche – und gleich daneben Nebelwald, Klippen und Lavawege: Wir haben das ruhige Teneriffa entdeckt – fernab der Touristen-Hotspots. Hier kommen 10 Tipps, die Natur und Lifestyle entspannt verbinden.
Vulkanische Landschaften, dichte Wälder und charmante Altstädte – Teneriffa zeigt sich von seiner ruhigen, stilvollen Seite. Zwischen Sonnenuntergängen am Meer, Tapas in La Laguna und Spaziergängen durch den Lorbeerwald im Anaga-Gebirge haben wir ein Teneriffa entdeckt, das entschleunigt und inspiriert.
Vom Flughafen führt unser Weg zunächst in den Norden, nach San Cristóbal de La Laguna. Die ehemalige Hauptstadt empfängt uns mit pastellfarbenen Fassaden, großzügig gepflasterten Straßen und lauschigen Innenhöfen. Boutiquen, kleine Galerien und Patios voller Pflanzen verleihen der Stadt ihren besonderen Charme – ein idealer Ort, um anzukommen, durchzuatmen und sich auf das gemächliche Tempo der Insel einzulassen.
1) Ankommen in La Laguna – Altstadt, Hotel & Genussmoment
La Laguna ist der perfekte Auftakt für eine Reise, die mehr Gefühl als Trubel verspricht. Zwischen bunten Häusern, Klostermauern und Holzbalkonen verbindet die Stadt Geschichte mit jungem Kulturleben. Tagsüber bummeln wir durch die Gassen, spähen in Innenhöfe und Patios, stöbern in Boutiquen, probieren typische Backwaren – und lassen uns von den warmen Fassadenfarben treiben.
Unsere Base: das La Laguna Gran Hotel – ein Haus mit Substanz und Seele. Historische Flure, Holzgalerien und Innenhöfe schaffen eine stille, elegante Atmosphäre und Bohovibes; die Zimmer sind großzügig, ruhig und klar gestaltet. Morgens fällt Licht in die Patios, unten duftet der Kaffee. Am späten Nachmittag zieht es uns auf die Rooftop-Terrasse mit Pool: Der Blick schweift über die Dächer bis in die Berge – unser Lieblingsmoment zum Ankommen.
Dinner-Tipp: Restaurante El Guaydil – kanarische Küche mit Feinsinn. Eine kurze, saisonale Karte, frische Inselprodukte ohne Chichi. Wer mag, wählt das Degustationsmenü, alle anderen picken Lieblingsgänge. Das Ambiente ist stilvoll, der Service unaufgeregt aufmerksam. Ein gelungener Auftakt für die nächsten Tage im Norden.
Reservieren! Das Lokal ist beliebt und nicht riesig. Adresse: Calle Dean Palahi 26, La Laguna: www.restauranteguaydil.com/
2) Anaga Rural Park – Lorbeerwald & Nebelpfade
Am nächsten Morgen zieht es uns ins Grüne: Der Parque Rural de Anaga im Nordosten ist ein UNESCO-Biosphärenreservat und einer der ältesten Lorbeerwälder der Welt. Hier wachsen knorrige Laurisilva, riesige Farne und Moospolster – oft liegen feine Nebelbänke zwischen den Stämmen und dämpfen jedes Geräusch. Ein Ort, an dem man automatisch leiser wird.
Die Wege sind gut markiert und in vielen Schwierigkeitsgraden angelegt. Wer es gemütlich angeht, startet am Mirador Cruz del Carmen und nimmt eine leichte Rundtour mit Picknick. Anspruchsvollere Routen führen über Bergrücken und hinab in tiefe Barrancos. Feste Schuhe, eine leichte Jacke und Wasser im Rucksack genügen – doch bitte unbedingt auf den Wegen bleiben: Der Wald ist sensibel und kostbar.
Mehr Infos: Besucherzentrum Cruz del Carmen (Routentipps vor Ort).
3) Bodegas Monje – Wein & Lunch über dem Atlantik
In El Sauzal, hoch über der Steilküste, liegt die traditionsreiche Bodegas Monje. Seit 1750 baut die Familie hier Wein auf vulkanischen Böden an – Rebsorten wie Listán Negro bringen saftige, würzige Tropfen hervor. Bei einer Kellerführung spürt man schon den Duft von Holz und Erde; danach lockt die Terrasse mit Weitblick über die Nordküste.
Wir nehmen Platz, die Passatwolken ziehen, im Glas ein Rotwein, auf den Tellern kleine Gerichte, die perfekt zum Wein passen: Papas arrugadas mit Mojo, gereifter Käse, gegrilltes Gemüse. Ein herrlich entschleunigter Mittag, der uns den Norden noch einmal anders schmecken lässt.
Tipp: Unbedingt probieren: den Cortado leche y leche – eine kanarische Kaffeespezialität aus zwei Milchsorten mit vier Schichten: gesüßte Kondensmilch am Boden, darauf Espresso, gefolgt von heißer Milch und einer Schicht Milchschaum. Verfeinert wird das Ganze mit einer kleinen Zitronenzeste und einer Prise Zimt.
Mehr Infos: Bodegas Monje, El Sauzal (Führung & Tasting vorab reservieren)
4) La Laguna entdecken – UNESCO-Altstadt, Shops & Teatro Leal
Zurück in La Laguna schauen wir genauer hin. Als UNESCO-Welterbe bewahrt die Stadt ein einzigartiges Stadtbild: rechtwinklige Straßenzüge, Innenhöfe mit Holzgalerien, Kirchen und kleine Paläste. Vieles ist liebevoll restauriert, doch La Laguna ist kein Museum – Studierende, Kreative und Familien beleben die Gassen.
Besonders eindrucksvoll: das Teatro Leal (1915) mit Wandmalereien, Deckenbildern und feinen Jugendstil-Details. Im Schatten der Fassaden liegen Cafés und kleine Bars, in den Schaufenstern entdecken wir lokale Labels und Design. La Laguna ist ein Ort zum Wiederkommen – je langsamer man geht, desto mehr sieht man.
Mehr Infos: Touristeninformation La Laguna Tipp: Stadtführungen: https://www.webtenerife.de/aktivitaten/routen/spaziergange/
5) Mirador La Garañona – Blick auf die Nordküste
Nur wenige Kilometer westlich von La Laguna liegt El Sauzal. Hier thront der Mirador La Garañona auf der Steilküste – ein liebevoll angelegter Aussichtsbalkon mit Gärten, Palmen und Sitzplätzen. Der Blick schweift über den Atlantik, die Felsabbrüche der Nordküste und an klaren Tagen bis nach La Palma.
Im Zentrum des Aussichtspunktes steht der Schacht eines ehemaligen Aufzugs aus den 1950er Jahren. Er sollte Sand vom Strand nach oben transportieren, wurde jedoch nie in Betrieb genommen. Heute ist er ein charmantes Relikt, das der Anlage eine besondere Note gibt. Parken lohnt sich etwas oberhalb; der schön gepflasterte Fußweg führt bergab zur Plattform.
Mehr Infos: Mirador La Garañona, El Sauzal
6) Garachico – Paläste, Plätze & Meeresbecken
Weiter Richtung Westen liegt Garachico – ein Ort wie gemalt. Nach dem Vulkanausbruch von 1706 wurde vieles neu aufgebaut; heute staunen wir über Herrenhäuser mit Holzbalkonen, Kirchenportale aus schwarzem Lavagestein und die gepflegte Plaza de la Libertad, an der Cafés und Palmen für südländisches Flair sorgen.
Am Meer glitzern die natürlichen Lavabecken – ein fantastischer Platz zum Baden, wenn die Bedingungen passen. Wir kommen am späten Nachmittag, wenn das Licht warm wird und die weißen Fassaden zu leuchten scheinen. Wer Zeit hat, bleibt zum Abend – der kleine Hafen und die Promenade sind dann besonders stimmungsvoll.
Mein Tipp: Casa del Perfume Canario – ein kleiner, feiner Laden mit großer Tradition. Hier entstehen in Handarbeit einzigartige Düfte, die nach Insel, Sonne und Meer duften. Der perfekte Ort, um den Duft von Teneriffa in einer kleinen Flasche mit nach Hause zu nehmen.casadelperfumecanario.com
Mehr Infos: Tourist Info Garachico (Badebedingungen erfragen).
7) Küste & Kulinarik im Nordwesten – Buenavista del Norte
Ganz im Nordwesten treffen Atlantik und Vulkangestein mit Wucht aufeinander. Der Küstenweg Sendero Las Salinas führt leicht begehbar an der Brandung entlang, immer wieder öffnen sich Ausblicke auf Felsen, Becken und das weite Meer. Es riecht nach Salz, die Luft ist frisch und klar – perfekt für eine belebende Runde.
Hoch in die Berge geht es mit großem Appetit – im Mesón del Norte wird herzlich und bodenständig gekocht: Kaninchen nach kanarischer Art, Grillfisch, Eintöpfe. Keine großen Gesten, dafür ehrliche Küche, die genau hierher passt.
Mehr Infos: Sendero Las Salinas:leichter, sehr schöner Küstenweg bei Buenavista del Norte auf Teneriffa – etwa 4,8 km
Restaurante Mesón del Norte (Reservierung abends sinnvoll): Carretera de Masca 1 (Las Portelas), 38489 Buenavista del Norte, www.buenavistadelnorte.es/project/restaurante-meson-del-norte/
8) Masca – Postkarten-Dorf & Schluchtabenteuer
Über Serpentinen erreichen wir Masca, ein winziges Bergdorf im Teno-Gebirge. Die Häuser kleben förmlich am Grat, die kleine Kapelle und ein Museum erzählen vom Leben in der Abgeschiedenheit. Der Aussichtspunkt am Mirador de Cherfe schenkt das berühmte Postkartenpanorama – und bei klarer Sicht blicken wir bis zur Küste.
Die Masca-Schlucht ist streng reguliert: Zugang nur mit vorheriger Reservierung, geführt und mit Transfer. Die Tour ist fordernd – trittsicheres Gelände, Sonne, Schatten, Felsen. Wer plant, sollte Kondition mitbringen, Bergschuhe tragen und ausreichend Wasser einpacken. Bootsrückfahrten können wetterbedingt ausfallen; dann führt der Weg wieder bergauf zurück.
Mehr Infos: Masca Offizielle Buchung & Hinweise zur Masca-Schlucht (Permit nötig)
Alle Infos und Reservierung: Camino del barranco de Masca
9) Teide Nationalpark – Spaziergang auf der Montaña Samara
Höhenluft schnuppern über den Wolken: Der Teide Nationalpark beginnt auf rund 2.000 Metern und eröffnet eine Welt aus Lavafeldern, Kratern und Kiefern. Für einen leichten, eindrucksvollen Walk empfehlen wir den Rundweg PNT-13 „Sámara“. Der Pfad führt über dunkle Lapilli, an jungen Vulkanhügeln vorbei – stets mit Blicken auf Teide und Pico Viejo.
Am schönsten ist es am späten Nachmittag: Das Licht wird golden, die Schatten lang, und die Konturen der Vulkankegel treten plastisch hervor. Wer höher hinaus möchte, bucht die Seilbahn auf den Teide vorab; für den Gipfelpfad ist ein separates, stark kontingentiertes Permit erforderlich.
Mehr Infos: Nationalparkzentrum www.teide-nationalpark.de
Seilbahn Teleférico del Teide – offizielles Ticket-Portal: volcanoteide.com – Teide Cable Car
10) Südküste light – Whale-Watching & Lunch am Hafen
Für die letzten Tage geht es an die Südwestküste – dorthin, wo die imposanten Felsen von Los Gigantes steil aus dem Atlantik aufragen. Von hier starten zertifizierte Anbieter zu Bootstouren entlang der Klippen: Das Meeresschutzgebiet Teno-Rasca gilt als eines der besten Whale-Watching-Reviere Europas. Grindwale und Delfine leben hier ganzjährig, oft in Sichtweite der Boote. Zwischen den bis zu 600 Meter hohen Felswänden, stillen Buchten und dem tiefen Blau des Atlantiks fühlt sich jede Fahrt an wie Naturkino – beeindruckend und unvergesslich.
Wir sind mit dem Katamaran „Picarus“ unterwegs – in kleiner Gruppe, ruhig und ganz nah am Wasser. Besonders schön: An Bord gibt es gekühlten Weißwein und kleine Antipasti mit Käse, Salami und Oliven – perfekt, um die spektakuläre Kulisse entspannt zu genießen.
Zurück an Land fahren wir nach Alcalá und setzen uns im Restaurante Muelle Viejo direkt an den Hafen: fangfrischer Fisch, Inselweine, der Blick auf die kleine Bucht – schöner kann ein Reisetag kaum ausklingen. Als Vorspeise genießen wir eine köstliche Ceviche vom weißen Fisch mit gelber Batate und pikantem Pfeffer, danach folgt ein zartes Filet vom heimischen Fisch mit Gemüse, kanarischen Runzelkartoffeln und Mojo-Sauce – Teneriffa auf dem Teller, leicht und aromatisch.
Info: Zertifizierte Whale-Watching-Anbieter in Los Gigantes zum Beispiel www.picarussailingclub.com
Restauranttipp:restaurante-muelleviejo.es/. Reservierung empfohlen!
In Sachen Transparenz: Vielen Dank an Turismo de Tenerife für die Unterstützung unserer Reise. Werbung, da Pressereise. Wir stellen nur Regionen vor, die wir selbst getestet haben und die wir Freunden empfehlen!













