Ayurveda pur & persönlich
Andrea hat an einem wunderbaren Ort an Sri Lankas Südküste drei Tage Ayurveda Pure getestet – und war ehrlich überrascht, wie viel diese kurze Auszeit bewirken kann.
Underneath the Mango Tree (UTMT) ist einer dieser Orte, an denen man vom ersten Moment an langsamer wird. Farben, Meerrauschen, Herzlichkeit – und mittendrin ein Ayurveda-Konzept, das nicht überfordert, sondern sanft abholt.
Ayurveda hatte bei mir lange kein „Wellness“-Image, sondern eher ein Fragezeichen. Ich war einmal zu einem Ayurveda-Abend eingeladen – und mir wurde vom Essen so schlecht, dass ich danach innerlich abgehakt habe: Das ist nichts für mich. Zu fremd, zu streng, zu wenig Genuss. Im Underneath the Mango Tree (UTMT) kann man Ayurveda nämlich auch ganz vorsichtig angehen – zum Reinschnuppern, ohne gleich zwei Wochen Kurprogramm. Genau das war mein Plan: drei Tage Ayurveda pur – ein Detox-Reset zum Reinschnuppern.
Der erste Termin: Pulsdiagnose, Fragen – und ein Satz, der saß
Alles beginnt mit einer Konsultation bei der Ayurveda-Ärztin. Sie legt drei Finger an den Puls, misst Blutdruck, wiegt, beobachtet, fragt sehr genau nach: Schlaf, Verdauung, Energie, kleine Beschwerden, Stresslevel im Alltag. Es geht nicht um große psychologische Analysen – und trotzdem wirkt es erstaunlich persönlich.
Irgendwann sagt sie: „Sie können Ihren Kopf nie ganz abschalten, oder?“ Ich muss lachen. Ja. Ich denke ständig. Und plötzlich merke ich: Ayurveda schaut nicht nur auf Symptome, sondern auf den Menschen als Ganzes – Körper, Gewohnheiten, Persönlichkeit. Nicht esoterisch, sondern ruhig und präzise. Alles wird in einem Block notiert, daraus entsteht unser persönlicher Plan für die nächsten Tage.
Mein Dosha: Pitta-Vata – und warum sich das stimmig anfühlte
Bei mir wurde ein Pitta-Vata-Typ festgestellt. Kurz gesagt: viel Feuer (Pitta), viel Bewegung im Kopf (Vata). Leistungsbereit, schnell, kreativ – aber auch anfällig dafür, zu „überhitzen“ oder nie wirklich runterzufahren. Im Nachhinein fand ich spannend, wie sehr sich diese Beschreibung mit meinem Alltag deckt. Es war weniger „Schublade“ und mehr ein Spiegel: Aha, so ticke ich – und so könnte ich mir leichter tun.
Behandlungen: gemeinsam, professionell, unglaublich wohltuend
Am ersten Nachmittag starten die Treatments – und ich war ehrlich überrascht, wie schön das organisiert ist. Wir gehen im Bademantel (natürlich im UTMT-Streifenstyle) ins Ayurveda-Spa. Dort gibt es in der Mitte ein Becken mit Koi-Karpfen, daneben Schubladen und Gläser, beschriftet mit „Pharmacy“ – alles wirkt schlicht, sauber, besonders.
Was ich vorher nicht wusste: Mein Mann und ich hatten die Behandlungen meistens gleichzeitig. Wir lagen nebeneinander, hörten das Meer rauschen – und wurden von Kopf bis Fuß behandelt. Beim ersten Mal beginnt es mit einer Kopfmassage, danach folgt die Ganzkörper-Ölmassage, bei mir zusätzlich eine Fußmassage. Ich hatte selten so gute Massagen: kräftig, aber achtsam und sehr professionell.
Nach der Behandlung duscht man – und sitzt anschließend in einem kleinen überdachten Innenhof mit Brunnen. Dann kommt der Tee: warm, aromatisch, beruhigend. Dazu kleine würzige Kekse (ein Hauch Zimt, Gewürze, ich weiß bis heute nicht genau was – aber ich mochte sie sehr). Das ist jedes Mal wie ein stiller Abschluss – und für uns als Paar ein unerwartet schöner Moment.
Struktur & Rituale: Pharmacy, Brettchen mit Namen, warmes Wasser
Ayurveda im UTMT hat einen Rhythmus, der unglaublich gut tut. Morgens um 8 Uhr und nachmittags um 16 Uhr holt man an der „Pharmacy“-Theke seine Mittel ab. Dort stehen kleine Brettchen mit Namen – bei mir „Andrea“ – und darauf die Portionen für den Tag. Man nimmt alles mit warmem Wasser ein – und plötzlich fühlt sich Selbstfürsorge erstaunlich leicht an.
Ich hatte unter anderem Omega-3, ein Mittel, das den Stoffwechsel anregen sollte, und einen Drink für die Verdauung. Wichtig: Ich erzähle das nicht als medizinische Empfehlung, sondern als Teil der Erfahrung – denn genau diese persönliche Abstimmung hat mich überzeugt. Zusätzlich gibt es ein Heftchen, in das jede Behandlung eingetragen wird – immer passend zu dem, was gerade gebraucht wird.
Essen als Medizin – und meine größte Überraschung
Hier hatte ich die meisten Vorurteile. Ich hatte „strenges Ayurveda-Essen“ erwartet – und bekam das Gegenteil: warme, aromatische Gerichte, die leicht sind, aber nicht nach Verzicht schmecken. Morgens gibt es oft warme Elemente, manchmal auch Suppen (zum Beispiel rote Bete). Mittags und abends kommen fein gewürzte Menüs.
Spannend: Mein Mann und ich bekamen teilweise unterschiedliche Gerichte. Ich bekam z. B. keinen Fisch, weil er bei mir Entzündungen fördern könnte. Ich war erst kurz enttäuscht – bis die vegetarische Alternative kam. So gut, dass ich nichts vermisst habe. Genau das war mein Aha: Ayurveda kann Genuss sein. Und zwar echter.
Yoga mit Charly, Affen in den Palmen – und ein Leguan beim Frühstück
Jeden Morgen ist Yoga-Time, oft mit Charly. Mal eher ruhig, mal energetisch. Ich bin eigentlich kein Frühaufsteher – dort bin ich es plötzlich gern. Und dann diese Sri-Lanka-Momente, die man nicht planen kann: Während wir in der Yoga-Shala üben, hüpfen Affen von Kokospalme zu Kokospalme über uns. Beim Frühstück mit Meerblick spaziert ein großer Leguan an den Tischen vorbei, als würde er dazugehören. Später marschiert ein Pfau über die Terrasse. Es ist Natur, die einem ein Lächeln schenkt – und die diese Tage noch leichter macht.
Was es gebracht hat: leise Veränderung, deutliche Wirkung
Schon nach dem ersten Tag schlief ich besser. Ich fühlte mich ruhiger, weicher, weniger „auf Sendung“. Am Ende dieser drei Tage hatten wir beide abgenommen, und der Blutdruck meines Mannes war plötzlich im Normalbereich. Bei mir blieb vor allem dieses Gefühl: Klarer Kopf, entspannter Körper, mehr bei mir.
Drei Tage „heilen“ natürlich nichts über Nacht. Aber sie setzen etwas in Bewegung – und nehmen die Angst, dass Ayurveda nur Disziplin und Verzicht bedeutet.
Warum ich wiederkomme – und warum genau dorthin
Meine Skepsis ist weg. Nicht, weil mir jemand etwas eingeredet hätte, sondern weil ich es gespürt habe. Ayurveda im UTMT ist keine strenge Lehre, sondern eine Einladung: zum Spüren, zum Innehalten, zum Neubeginn – in dem Tempo, das gerade passt.
Ein Teil dieser Wirkung liegt für mich auch an der Schönheit des Ortes: Farben, Ruhe, Meerrauschen, liebevolle Details. Hier fühlt es sich einfach besonders an.
Wir sind uns sicher: Wir kommen wieder. Dann nicht für drei Tage, sondern für eine längere Kur. Und ich freue mich jetzt schon auf diesen Moment, wenn morgens das Meer rauscht, ich kurz schwimmen gehe – und danach wieder ins Spa.
In Sachen Transparenz: Werbung / Pressereise. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Hollmann Vergnügungsstätten und UTMT für die herzliche Gastfreundschaft. Wir stellen ausschließlich Hotels und Orte vor, die wir auch unseren Freund:innen empfehlen würden.

















