Freundinnen-Zeit im Allgäu
Drei beste Freundinnen, drei Tage voller Entspannung und ungezählter Gespräche – so stellen wir uns unseren Aufenthalt im Alpzitt Chalet vor und genau so war es auch vor Ort. Nur noch schöner. Wir haben uns sehr wohl gefühlt in den kuschligen Chalets mit dem Kaminofen, der eigenen Sauna und dem Hot-Pot auf der Terrasse. Unser tägliches Highlight war eindeutig das liebevolle Frühstück, dass direkt ins Chalet geliefert wird.
Ich reise dieses Mal ganz entspannt mit dem Zug aus Hamburg an und meine Freundinnen aus der alten Heimat steigen in Augsburg zu. Wir sind seit unserer Jugend zu Dritt unterwegs und haben unzählige Dinge zusammen erlebt: Hochzeiten, Taufen, Trennungen, viele Reisen im In- und Ausland und leider sehen wir uns jetzt viel zu selten. Trotzdem sind wir uns im Herzen verbunden und freuen uns jetzt auf ein langes Mädeslwochenende zusammen. Der Zug hält in Sonthofen und unser Ziel ist das Dorf Burgberg im Illertal in dem die Alpzitt Chalets liegen. Dort werden wir zu dritt in einem Chalet wohnen.
Burgberg ist seit Generationen die Heimat von Albert Gilb und Sonja, den Besitzern der Alpzitt Chalets, dass bereits 2018 an der alten Sägemühle eröffnet wurde. Seitdem stehen 15 Chalets sowie 5 Chalet-Ferienwohnungen auf dem Gelände und laden Gäse zum Übernachten ein. Im Herbst 2025 wurde eine neue kleine Spa-Area eröffnet und sechs neue Spa-Chalets gebaut. Drei Chalets liegen direkt am Wasser mit Steg, zwei haben einen privaten Garten am Natursee, ein Panorama-Chalet liegt über dem Spa-Gebäude. Wir werden herzlich empfangen und zu unserem Chalet „Eiche“ gebracht. Melanie zeigt uns das Chalet. „Hier ist eure eigene, kleine Wellnessoase mit der finnischen Sauna, Dusche, Relaxliege und dem Hot-Pot der auf der Terrasse steht“, sagt sie. „Ich bringe Euch gleich noch Holz, dann könnt‘ ihr auch den Kachelofen anheizen“. Das klingt wunderbar und wir freuen uns schon auf kuschelige Stunden vor dem Feuerchen. „Und für das Frühstück wählt ihr einfach über den QR-Code was ihr möchtet und dann wird euch der Korb morgen früh ins Chalet gebracht“, erklärt Melanie. „Aber jetzt kommt erstmal an und das Abendessen wird heute für euch in unserem Restaurant Genusswerk serviert“, ergänzt sie. Das ist doch mal ein schöner Empfang.
Ankommen und entspannen
Wir packen erstmal aus und schauen uns dann unser „Chalet“ genau aus. Es ist durch die Fußbodenheizung angenehm warm im Haus, wir verteilen die Schlafzimmer, wer schläft wo und richten uns ein bisschen häuslich ein. Das Interieur wirkt durch das viele Holz und die warmen Stoffe sehr behaglich und zugleich luxuriös. Die komplett ausgestatte Küche ist auch aus Echtholz und im Kühlschrank erwartet uns eine kleine Jause und auch Kaffee-Kapseln und frische Milch sind da. Was für eine schöne Geste. Wir schnabulieren ein bisschen was und machen es uns vor dem Kachelofen, der auch ein Fenster hat wo man das Feuer sehen kann, gemütlich. Wir erzählen erstmal eine Runde und bringen uns auf den neuesten Stand was bei wem gerade so los ist. Wir machen noch einen Tee und wollen eigentlich gar nicht mehr aufstehen aus dieser Wohlfühl-Oase. Aber wir haben ja einen Tisch fürs Abendessen reserviert und deshalb ziehen wir uns doch noch schnell um und stapfen durch den Schnee ins „Genusswerk“, dass gleich in der Nähe der Rezeption im Dorf liegt. Dort werden wir schon von Doris, unserer sehr freundlichen Kellnerin, erwartet. Wir trinken einen alkoholfreien Ingwer-Limetten-Spritz und genießen ein schönes Dinner, dass im Rahmen der Halbpension serviert wird. Gäste können sich das Essen auch ins Chalet liefern lassen oder auch im Dorf oder woanders essen gehen. „Das ist alles möglich und wird so individuell wie möglich gestaltet“, erklärt uns Doris. Nach dem leckeren Abendessen, schlendern wir wieder zurück zu unserem Chalet und fallen todmüde in die Betten.
Fast wie Frühstück ans Bett
Unser Tag startet mit einem besonderen Highlight: der Frühstückskorb, der jeden Morgen mit viel Liebe von Heinzelmännchen ins Chalet geliefert wird. Als wir aufwachen duftet es nach frisch gebrühtem Kaffee und wir schauen gleich mal nach was uns da gebracht wurde: frisch gebackenes Brot, Brötchen, Obstsalat, Bircher Müsli, feine Aufstriche, Lachs und eine Auswahl an anderen Leckereien – so beginnt der Tag einfach traumhaft. Wir sitzen stundenlang im Schlafanzug und quatschen. Noch ein Kaffee, noch ein Brötchen… wir könnten noch ewig da sitzen, aber die Sonne lockt uns nach draußen zum Schwimmen. Der beheizte Outdoorpool wartet darauf, uns wach und erfrischt zu machen. Ein Sprung ins warme Wasser am Morgen vertreibt noch die letzten Schlafgeister und macht den Kopf frei für neue Eindrücke. Zum Aufwärmen lädt direkt dort am Pool die finnische Sauna ein. Wir wollen aber lieber die eigene Sauna in unserem Chalet testen, die wir bereits eine halbe Stunde vorher angeheizt haben. Wir sausen schnell zurück, denn draußen ist es eisig kalt und freuen uns auf die wohlige Wärme in der Sauna. Wir schwitzen zusammen, reden, lachen, bis es uns zu heiß wird. Danach ist Zeit für Entspannung auf der Terrasse im Hotpot angesagt, wo kühler Außenwind auf prickelnde Wärme trifft. Den Hotpot haben wir auch schon vor einiger Zeit vorgeheizt, damit er auch so richtig warm ist. Also kurz unter die kalte Dusche und dann rein in den Pot. So cool mitten im Winter draußen im warmen Wasser zu sitzen. Wir schnattern munter weiter und sind einfach happy.
Ausflug nach Oberstdorf
Nach so viel schwimmen, schwitzen und Entspannung wollen wir unbedingt raus an die frische Luft. Wir planen einen Ausflug nach Oberstdorf, dass nur circa 15 Minuten von Burgberg entfernt ist. Wir haben Glück und finden gleich in Bahnhofsnähe einen Parkplatz und starten unseren Bummel durch das Städtchen. Obwohl gerade eigentlich Nachsaison ist, ist ziemlich was los. Überall sportliche Urlaube in Wanderausrüstung oder in Skioutfits. Das Nebelhorn, der Oberstdorfer Hausberg, hat eine Höhe von etwa 2.224 Metern über dem Meeresspiegel und mit der Gondel der Nebelhornbahn geht es ruck zuck nach oben. Am Nebelhorn variieren je nach Saison mehrere Lifte, darunter mehrere Schlepplifte/ Sessellifte, für die vielen Skifahrer. Aber auch Winterwanderer mit Schneeschuhen werden hier genügend Möglichkeiten finden. Wir sind ja dieses Mal nicht zum Aktivurlaub hier, sondern wollen einfach Zeit zusammen verbringen, deshalb bummeln wir erst durch die kleinen Gassen und kehren dann in der „Spezerei“ ein. Das ist ein ganz besonderes Lokal, denn es war früher eine Apotheke und auch heute noch gibt es den großen Verkaufstresen und ganz viele Regale mit unzähligen kleinen Schubladen, wo wahrscheinlich früher die Medikamente verstaut waren. Das Besondere hier ist aber nicht nur die Ausstattung, sondern das auch die Gäste in mehreren verschiedenen Räumen sitzen können und das man viele kleine Dekoartikel wie Kerzen, Vasen und auch hübsche Postkarten kaufen kann. Wir sitzen an einem großen Tisch mit anderen Gästen, bestellen Cappuccino und ein köstliches Sandwich. Draußen fängt es an zu schneien und es ist so gemütlich drinnen. Wir kommen mit der Bedienung ins Gespräch und sie erzählt von dem ungewöhnlichen Konzept der Spezerei. Da das Wetter jetzt doch ziemlich ungemütlich ist, entscheiden wir uns gegen das Shopping in Oberstdorf und fahren nach Obermaiselstein. Dort soll die im Allgäu sehr bekannte Boutique „Badermädels“ sein. Also düsen wir beim Schneegestöber ein ganzes Stück über eine Landstraße dorthin und werden nicht enttäuscht. Der sehr große Laden ist gut besucht und er lockt mit vielen bekannten Mode-Marken und einer großen Auswahl. Im Geschäft hängt schon die Sommerware während es draußen heftig schneit. Wer aber noch winterliche Kleidung sucht, der kann einfach ein paar Treppen runtergehen und findet im Outlet noch eine große Auswahl der Winterkollektion.
Kulinarischer Abend im Genusswerk
Nach dem wir glücklich und durchgefroren von unserem kleinen Ausflug zurückkommen, freuen wir uns auf das Abendessen im Genusswerk, das ist das Restaurant im Alpzitt Chalets. Hausgäste und auch Externe werden hier liebevoll bekocht. Das Genusswerk ist relativ klein und punktet mit seiner gemütlichen Einrichtung ganz aus Holz. Schon wenn man reinkommt, duftet es nach dem Zirbenholz und auch sonst ist die Atmosphäre sehr heimelig. Wir haben Halbpension gebucht und unser Menü schon vorab ausgewählt. Es besteht auch die Möglichkeit sich das Abendessen ins Chalet liefern zu lassen, falls man gerne einfach dort in der gemütlichen Stube essen möchte. Jetzt freuen wir uns aber erstmal auf eine rosagebratene Ente und auf Spinatknödel. Dazu trinken wir einen alkoholfreien Ingwer-Limetten Cocktail und können unser Glück kaum fassen, das wir an so einem schönen Ort gelandet sind. Besonders positiv ist uns der Service aufgefallen, denn unsere Kellnerin Doris ist so aufmerksam, erkundigt sich nach unseren Wünschen, bringt Wasser nach und ist einfach sehr freundlich.
Abstecher nach Immenstadt und Raclett im Chalet
Obwohl wir am Abend vorher so geschlemmt haben, freuen wir uns schon wieder auf das köstliche Frühstück. Es ist so schön, dass die fleißigen Lieschen des Alpzitt immer schon früh am Morgen den Frühstückskorb ins Chalet bringen. Der Kaffee ist schon fertig, die Brötchen und Croissants frisch vom Bäcker und auch das Bircher-Müsli ist sehr lecker. Wir genießen es in vollen Zügen im Schlafanzug zu frühstücken und zu quatschen. So schön auch ein Aufenthalt im Hotel ist, im Chalet fühlt es sich viel privater an. Man muss sich nicht anziehen und kann die Zeit auch so toll im Chalet verbringen. Im Sommer sitzen die Gäste auf der Terrasse und genießen den Blick auf die Berge. Bei uns ist es noch winterlich kalt, aber die Sonne scheint. Deshalb wollen wir einen Abstecher ins nahegelegene Immenstadt machen. Hier findet man kleine Geschäfte, mehrere Cafés und Restaurants. Am Samstag ist immer Wochenmarkt auf dem Rathausmarkt und es herrscht reger Betrieb. Wir bummeln ein bisschen, trinken Kaffee im Stadtcafe und kaufen uns noch leckeren Bergkäse zum mit nach Hause nehmen. Da das Wetter so schön ist, fahren wir noch zum Alpsee um dort eine Runde spazieren zu gehen. Der See ist halb zu gefroren und es bietet sich ein toller Anblick mit den Eisschollen im Wasser.
Durchgefroren aber happy kehren wir zum Alpzitt zurück und freuen uns das wir für heute Abend ein Raclett bestellt haben. Wir machen es uns gemütlich, schüren den Ofen an und Schmöckern endlich mal in unseren mitgebrachten Büchern. Pünktlich um 19 Uhr klopft es an der Tür und das Raclett wird mit allen Zutaten geliefert. Es gibt Fleisch, Gemüse, Kartoffeln und natürlich jede Menge Käse. Wir schlemmen in vollen Zügen und sind uns einig, dass so ein Abend im Chalet genauso toll ist wie im Restaurant. Der Aufenthalt hier im Alpzitt hat uns sehr gut gefallen und wir wollen im Sommer nochmals wiederkommen, wenn man im See baden kann und an lauen Abenden im Biergarten sitzen kann.
In Sachen Transparenz: Wir bedanken uns herzlich bei den Alpzitt Chalets für die freundliche Einladung (Werbung, da Pressereise) und bei mk-Salzburg für die tolle Organisation! Wir berichten nur über Hotels und Destinationen, die wir selbst getestet haben und die wir auch Freunden empfehlen würden.
Das könnte Euch auch noch interessieren:














