In echt noch schöner
Skifahren, Rodeln, Eisstockschießen, Schneeschuhwandern, Kutsche fahren: Die Region Wilder Kaiser punktet mit einem abwechslungsreichen Angebot und vier hübschen Hauptorten. Omnipräsenter Hingucker ist ein majestätisches Gebirgsmassiv, das unsere Autorin Antoinette Schmelter-Kaiser nachhaltig beeindruckt hat.
Der Wilde Kaiser in Tirol trägt seinen Namen nicht ohne Grund: Unweit von Kufstein erhebt er sich ebenso majestätisch wie markant mit bis zu 2344 Meter hohen Felszacken. Sein imposanter Anblick begleitet Gäste – immer aus einer etwas anderen Perspektive – in allen vier hübschen, überschaubaren Orten der Tourismusregion Wilder Kaiser: Ellmau, Going, Scheffau und Söll. Deren gemeinsames Markting-Motto „In echt noch schöner“ ist nicht übertrieben: Was schon auf Fotos beeindruckend wirkt, sorgt vor Ort immer wieder für Wow-Momente. Denn je nach Tageszeit, Wetter oder Entfernung fasziniert der Wilde Kaiser durch wechselnde Farb- und Lichtstimmungen – im Winter eher als imposantes Szenario auf Distanz. Denn weil das Gebirgsmassiv unter Naturschutz steht und weder durch Lifte noch Gondeln erschlossen ist, sind Wintersportler bis auf Tourenskifahrer oder (Schneeschuh-)Wanderer in der gegenüberliegenden SkiWelt Wilder Kaiser – Brixental unterwegs.
Neu ausgeschilderte SkiWelt Tour in zwei Richtungen
Insgesamt 275 Pistenkilometer vom flachen Übungshang für erste Schwünge bis zu 7,3 Kilometer langen Talabfahrten oder Schwarzen Pisten mit bis zu 80 Prozent Gefälle gibt es hier zwischen Astberg und Hoher Salve, die mit 1828 Metern der höchste Punkt der SkiWelt ist. Bei neun Einstiegsorten, 81 Liften und Besonderheiten von drei Funparks und SkiMovie-Strecken bis zum Nachtskifahren gibt es für jeden Geschmack und jedes Niveau das Passende; ein GPS-gesteuertes Schneemanagement-System sorgt von Mitte Dezember bis Ostern für Beschneiung, falls nicht genug weiße Flocken vom Himmel fallen. Wer das ganze Gebiet „erfahren“ und weder Lift noch Piste doppelt nehmen möchte, profitiert von einer neu ausgeschilderten SkiWelt Tour – entweder grün markiert im Uhrzeigersinn und orange markiert gegen ihn mit Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten in allen Orten, zwischen denen Skibusse verkehren.
Rasantes Rodeln und achtsames Schneeschuh-Wandern
Mit Schwung bergab geht es alternativ beim Rodeln – entweder in Söll oder Ellmau/Going. Zum Startpunkt von der Talstation aus schwebt man bequem mit dem Sessellift, der Haken für Leih-Rodel hat. Gen Tal kann man dann selbst allein oder zu zweit kurven – und das nicht nur tagsüber, sondern auch nach Einbruch der Dunkelheit, weil die Strecken von Mittwoch bis Samstag ab 18.30 Uhr beleuchtet sind. Über acht Meter breit und vier Kilometer lang, gilt die Mondrodelbahn in Söll als besonders kinderfreundlich. Wagemutigere haben die Wahl zwischen dem Hexenritt in Söll oder der Rodelbahn Astberg Richtung Ellmau/Going. Beide sind um die drei Kilometer lang und sorgen auf steileren Abschnitten oder in engen Serpentinen für Adrenalin-Kicks. Das Gegenteil ist beim Schneeschuh-Wandern der Fall: Schritt für Schritt geht es entschleunigt durch den Winterwald bis auf Almen, zum Beispiel bei einer geführten „Silent Snow“-Tour in Scheffau. Sie ist bewusst keine sportliche Herausforderung, sondern eine Reise nach innen – ein achtsames Erleben von Bewegung, Natur und Frieden. Zu ihr gehört auch eine kurze, einfache Yoga-Sequenz im Stehen und ein Ritual zum Loslassen. Dabei werden mitgebrachte Holzscheite gemeinsam in einer Feuerschale verbrannt, auf das jeder Teilnehmer schreibt, was er gerne loswerden will. Dazu eine Tasse heiße Mandelmilch mit Honig oder Kräutertee – eine Wohltat für Körper und Seele.
Urlaubserlebnisse von Eisstockschießen bis Lama-Wanderung
Lust, noch mehr Neues ausprobieren? Dann ist Eisstockschießen genau das Richtige und alles andere als ein Altherren-Sport. In Going präpariert Eiswart Daniel neben dem Eislaufplatz mit viel Hingabe und Aufwand zwei Natureisbahnen. Dort gilt es, mit kiloschweren, hölzernen Eisstöcken, die unten eine glatte Metallfläche haben, auf Holzklotz namens Daube zu zielen oder gegnerische Eisstöcke von ihm wegzukicken. Spikes unter den Schuhen sorgen dabei für einen festen Stand. Das richtige Dosieren von Schwungholen, Aufsetzwinkel, Kraft und Tempo ist nicht ohne – und der Spaß umso größer, wenn das eigene Team erfolgreich Punkte macht. Ebenfalls ein etwas anderes Urlaubserlebnis ist eine geführte Lama-Wanderung. Vom Koglhof in Ellmau aus werden die sanften Tiere von Besitzerin Ruth Oberhofer und den Teilnehmern durch die Natur geführt – entweder bei individuellen Touren oder von der Tourist Info Wilder Kaiser organisiert. Wer mehr Freude an Haflingern hat, kann sich von ihnen bei einer Kutschenfahrt ziehen lassen; auf Schnee werden Schlittenkufen heruntergelassen. In warme Decken gekuschelt, fährt man vom Achlhof in Ellmau durch die pittoreske Umgebung, die seit 2007 als Kulisse für den „Bergdoktor“ dient. Mit etwas Glück erzählt der Kutscher unterwegs über die Drehorte – egal ob Praxis von Dr. Martin Gruber im Ellmauer Bauernhof Hinterschnabl oder Kirchplatz in Going als eine der Hauptlocations der Serie.
Obstbrände, Schlutzkrapfen oder zünftige Jause
Hier kehren „Bergdoktor“-Protagonisten gerne im Gasthof Wilder Kaiser ein. Im wahren Leben ist das Gebäude ein Privathaus und nicht zugänglich. Hungrig und durstig muss in Going aber niemand bleiben. In der gemütlichen Wagnerhof Stubn kann man leckere Kuchen, zünftige Jausen und 50 Sorten Edelbrände genießen, die Hermann Bichler mit viel Hingabe selbst herstellt und bei Schnapsverkostungen persönlich erklärt. Was vor 15 Jahren aus Neugier begann, ist zu weitaus mehr als einem Hobby geworden. Pro Liter verwendet er zwischen zehn und 40 Kilo Obst: Äpfel, Himbeeren, Kirschen, Marillen & Co werden mittlerweile in LKW-Ladungen angeliefert, Zirbenzapfen sammelt er mit Freunden eigenhändig in den Bergen. Seine Schwägerin ist in Helenes Kaffee Werk in Scheffau in ihrem Element. Dort kreiert und serviert sie Frühstücke wie „So a’ Kas“ und „Lausdirndl & Lausbua“, mittags Tagessuppen, Schlutzkrapfen und Kartoffelrösti, für den süßen Hunger selbstgebackene Torten. Tiroler Kulinarik wird auch auf 80 Hütten großgeschrieben. Bis zum nächsten Kaiserschmarrn, Wiener Schnitzel oder Tiroler Gröstl ist es also auch im Skigebiet nie weit – und besonders urig auf der Rübezahl Alm entweder auf der Sonnenterrasse mit prachtvollem Wilder Kaiser-Blick oder im ehemaligen Kuhstall mit Kamin, niedrigen Decken und jeder Menge dunklem Holz.
In Sachen Transparenz: Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Region Wilder Kaiser für die Einladung (Werbung, da Pressereise) und bei Crystal Communications für die Organisation. Wir berichten nur über Hotels und Destinationen, die wir selbst getestet haben und die wir auch Freunden empfehlen würden.













