Winterzauber im Löwen

Wir sind diesmal nachhaltig unterwegs und reisen mit dem Zug in die Berge. Ab München geht es über Kufstein, Wörgl bis nach Leogang. Der Zug hält an allen bekannten Wintersportorten wie Brixen im Thale, Fieberbrunn und Kitzbühel. Das ist vor allem für Wintersportlicher super praktisch, da man schnell und günstig samt Ausrüstung direkt in den jeweiligen Ort fahren kann. Vom Bahnhof in Leogang sind es nur ein paar Minuten mit dem Shuttle bis zum Hotel Der Löwe. Wir werden sehr herzlich empfangen, das Gepäck wird gleich auf das Zimmer gebracht und auf die Frage von Hotelchefin Frau Barbara Madreiter, ob wir noch eine Kleinigkeit zu Mittag essen wollen, nehmen wir gerne im Restaurant Platz. Gestärkt mit einer leckeren Rindssuppe mit Kaspressknödel machen wir erstmal einen kleinen Rundgang durchs Hotel.
Generationswechsel und Nachhaltigkeit
Im Hotel Der Löwe stehen die Zeiten ein bisschen auf Neuanfang, denn Junior-Chefin und Tochter Elisabeth Madreiter übernimmt so langsam das Zepter von ihren Eltern. „Aber alles ganz sachte und mit viel Zeit“, sagt Papa Rupert Madreiter. Denn so ein Generationswechsel geht nicht von heute auf Morgen, sondern dauert ein bisschen. So ist es sicher für die Eltern Madreiter leichter loszulassen, als auch für Elisabeth und ihre Schwester Anna neue Visionen einzubringen. Herr Madreiter stammt selbst aus einer langen Generation von Hoteliers und weiß deshalb wie das am besten klappt mit dem Wechsel innerhalb der Familie. Im Jahr 1991 wurde der Grundstein zum Neubau des Hotels „Der Löwe“ gelegt und seither leitet das Ehepaar das Haus. Mittlerweile hat sich natürlich vieles geändert. Es wurde an- und umgebaut und die Schaffung des adults-only Spas im 5.Stock war 2015 ein großer Schritt Richtung Wellnesshotel. Aber auch das Thema Nachhaltigkeit wurde immer wichtiger und ist mittlerweile ein entscheidender Faktor bei vielen Entscheidungen. Das Hotel ist mit dem Umweltzeichen ausgezeichnet worden und es gehört auch zur Gruppe der „Slow Travel Hotels“. „Und daraus entstehen natürlich auch Pflichten“, sagt Barbara Madreiter. „So heizen wir zum Beispiel den Panoramapool mit Erdwärme und haben dazu 14 Pfeiler tief in die Erde gebohrt um an die Energie zu kommen“, ergänzt sie. Außerdem wird bei den Gästen für einen „grünen Aufenthalt“ geworben, dass bedeutet das für jedes „Nein“ zur Zimmerreinigung Geld für einen Baum gespendet wird. Zusätzlich werden Unmengen an Wasser, Reinigungsmittel und Energie gespart. „Der Gast hängt einfach einen entsprechenden Anhänger an seine Tür, dass er heute auf die Reinigung des Zimmers verzichtet“, erklärt Frau Madreiter. Eigentlich ganz einfach und doch so effektiv. Toll.
Winter in Leogang
Wenn der Schnee die Leinwand für die Berglandschaft zeichnet, öffnet sich das Winterparadies rund um Leogang. Die Gäste erleben hier eine ganzheitliche Auszeit: Skifahren, Langlaufen und Skitouren direkt vor der Tür, kombiniert mit wohltuenden Momenten abseits der Pisten. Der Skispaß beginnt schon morgens mit dem Hotel-Shuttle, der Gäste bequem ins Skigebiet bringt. Familien freuen sich über Skikurse für die Kids, während die Erwachsenen die Pisten in Ruhe genießen oder neue Routen ausprobieren. Nach dem Tag auf den Brettern tanken alle zusammen Kraft in gemütlicher Atmosphäre im Hotel, wo eine behagliche Stimmung und herzliche Gastfreundschaft aufeinander warten. Und auch schon jetzt – Anfang Dezember – kommen viele Gäste genau deshalb hier her – zum Wintersport. Aber es suchen auch immer mehr Menschen, nicht unbedingt den Nervenkitzel im Tiefschnee. Und dazu zählen wir auch. Wer also einfach den Winter in der Natur sucht, findet ihn hier auch ohne Skiausrüstung. Geführte Schneeschuhwanderungen öffnen stille Pfade, während Rodelabfahrten kindliche Freude bereiten. Ein romantischer Pferdeschlitten-Ausflug lässt die Herzen höher schlagen, und eine Fackelwanderung durchs Ullachtal verwandelt den Abend in ein leuchtendes Erlebnis. Wer die Eisfläche bevorzugt, zieht eine Runde auf dem Ritzensee, der ganz in der Nähe von Saalfelden liegt. Die Gastgeberfamilie Madreiter kennt die Region wie ihre Westentasche und teilt gerne ihre Lieblingsplätze mit ihren Gästen. Von den TONspur-Inseln am Asitz bis zur Winterwanderung zu den Tiefen im Hinterthal – jeder Ort birgt seinen eigenen, ruhigen Zauber. Der Löwe ist der ideale Ausgangspunkt, um diese Seiten des Pinzgaus zu entdecken.
Spa-Time im Leonarium
Nach unserem winterlichen Spaziergang, freuen wir uns darauf das adults-only Spa „Leonarium“ im 5. Stock des Hauses entdecken. Hier befinden sich die Räume für Massagen oder Gesichtsbehandlungen und ein großer Yogaraum. Der punktet mit großen Fenstern und einem tollen Ausblick auf die Berge. Mehrmals die Woche wird hier morgens Yoga für die Gäste angeboten. Wir schwitzen aber erstmal eine Runde in der finnischen Sauna mit Blick in die umliegenden Berge und entspannen uns danach im Ruheraum. Der Ruheraum heißt „Steinbergkino“, da man bei dem Ausblick durch die Fenster das Gefühl hat im Kino zu sein und sich an dem Panorama nicht stattsehen kann. Wir schlummern auf den gemütlichen Liegebetten, lesen in Ruhe, trinken Tee und genießen einfach die Zeit mal die Batterien aufzuladen. Für Familien gibt es im Untergeschoss des Hauses ein eigenes Family-Spa. Hier darf auch mal getobt werden. „Seit wir die beiden Spabereich haben, gibt es keine Klagen mehr“, sagt Rupert Madreiter. „Jeder hat nun seinen Bereich und alle Gäste sind glücklich“, ergänzt er lachend.
Teatime am Kamin
Entspannung macht hungrig und so freuen wir uns auf die kleine Jause am späten Nachmittag. Jeden Tag freuen sich die Gäste auf eine warme Suppe, Obst und Kuchen. Wir probieren den leckeren Streuselkuchen, bestellen Tee und setzen uns vor den großen Kamin in der Lobby. Es geht einfach nichts über das behagliche Gefühl vor dem offenen Feuer zu sitzen, den Gedanken nachzuhängen oder zu lesen. Da kommt gleich eine schöne vorweihnachtliche Stimmung auf. So langsam trudeln die anderen Gäste vom Skifahren ein und berichten von ihrem Tag. „Die erste Abfahrt im Winter ist einfach magisch“, erzählt ein junger Mann. Was uns auffällt ist, dass die Gäste hier sehr unterschiedlich sind: Es gibt junge Pärchen, Familien mit Kindern, ältere Freundesgruppen und Senioren. Das ist eine tolle Mischung und man kommt locker ins Gespräch. Und das macht die Atmosphäre so entspannt.
Im Hotel Der Löwe in Leogang trifft kulinarischer Anspruch auf bodenständige Regionalität. Die Küche verbindet klassische Salzburger Herzensgerichte mit modernen Küchenideen und legt dabei besonderen Wert auf Qualität, Herkunft und Saisonalität. Gastgeberfamilie Madreiter sorgt dafür, dass jeder Gang die Region auf den Teller bringt – von den Produkten bis zur Zubereitung. Im Mittelpunkt der Gastronomie steht ein leidenschaftlicher Kochstil, der klare Aromen, Frische und regionale Produkte in den Fokus stellt. Die Köche arbeiten kreativ, ohne den Charakter der Region zu verraten, und schaffen Gerichte, die sowohl Kenner als auch Gäste auf der Suche nach neuen Geschmackserlebnissen überzeugen. Küche und Service arbeiten Hand in Hand, damit jeder Teller den Gast willkommen heißt und das Erlebnis abrundet. Nachhaltigkeit ist kein Trend, sondern eine gelebte Haltung im Der Löwe. Beschaffung orientiert sich an möglichst kurzen Transportwegen, saisonalen Angeboten und ressourcenschonenden Zubereitungsmethoden. Wo immer möglich, kommen Bio- und Regionalprodukte zum Einsatz, ökologische Verpackungen werden vermieden und Abfälle reduziert. Die Küche setzt auf Frische, Transparenz und Verantwortung – von der Herkunft der Zutaten bis zur Entsorgung der Reststoffe. Und das schmeckt man. Das Menü am Abend ist total abwechslungsreich und immer köstlich. Ganz neu bietet Gastgebertochter Elisabeth Madreiter einen Kaiserschmarrn-Workshop für Gäste an. Das wird gut angenommen und wir hätten auch gerne teilgenommen, aber leider hat das Timing hier nicht gepasst, da wir nur so kurz da waren. Überhaupt wären wir natürlich sehr gerne noch ein paar Tage länger im Der Löwe geblieben, aber vielleicht klappt das mal zu einem anderen Zeitpunkt.
In Sachen Transparenz: Wir bedanken uns ganz herzlich beim Hotel Der Löwe für die Einladung (Werbung, da Pressereise) und bei AHM-PR für die tolle Organisation. Wir berichten nur über Hotels und Destinationen, die wir selbst getestet haben und die wir auch Freunden empfehlen würden.













