Ich bin mal wieder alleine unterwegs um für Euch ein Hotel zu testen und reise mit der Bahn über München nach Passau. Dort wartet schon der Shuttle (gegen Gebühr), um mich ins kleine Kurörtchen Bad Füssing zu bringen. In der idyllischen niederbayerischen Provinz besuche ich das Hotel „Das Mühlbach“, dass ganz und gar nichts mit den Kurhotels der 70er Jahre zu tun hat. Modern und chic ist gleich mein erster Eindruck, bei der Ankunft in der Lobby. Der Empfang ist sehr freundlich und mit dem hier gängigen „Grüß Gott“ fühle ich mich als gebürtige Bayerin gleich „heimisch“. Die Lobby ist luftig und leicht, mit vielen frischen Blumen und knalligen Osterhasen dekoriert. Es gibt mehrere Sitzecken, eine große Bar und der Blick auf die Terrasse zeigt einen Pool. Hier sitzen Gäste beim Kaffee, lesen oder unterhalten sich. Das „Mühlbach“ ist kein adults-only Hotel, aber auch kein Familienhotel, sondern ein Ort an dem sich die Eltern mal richtig verwöhnen lassen können. Es ist eine sehr schöne Stimmung hier und das lichtdurchflutete Ambiente macht gleich gute Laune.
Ankommen und entspannen
Mein Zimmer ist schon bezugsbereit und ich bin im Neubau des Hauses untergebracht. Das Mühlbach wird schon in der 7. Generation der Familie Freudenstein geführt und wurde dementsprechend immer mal wieder an- und umgebaut. „Man muss natürlich mit der Zeit gehen und darf nicht still stehen“, weiß Elke Freudenstein, die Junior-Chefin. Die charmante Gastgeberin ist der Impulsgeber zusammen mit ihrem Mann Florian, das Haus immer weiter zu entwickeln. Und das ist ganz wunderbar gelungen. Meine Spa-Suite ist sehr modern, gemütlich und hochwertig ausgestattet, mit viel Stauraum, einem Sofa und sogar einer Eckbank. Die große Terrasse hat noch ein weiteres Highlight parat: ein eigener Whirlpool nur für mich. Wow! Ganz besonders schön ist der Ausblick in den Garten und den riesigen Outdoorpool. Da ist für mich als begeisterte Schwimmerin die Freude natürlich groß. „Sie können gleich noch zum Mittagessen kommen“, sagt die freundliche Kellnerin und begleitet mich ins Restaurant. Dort wartet eine große Salatauswahl, ein warmes Thai-Curry und auch noch ein Kuchenbuffet auf die Gäste. Was für ein schönes Ankommen im „Mühlbach“.
Das Thermalwasser ist hier der Star
Jetzt brauche ich nur noch eine Führung durch das Haus, denn das Mühlbach ist wirklich groß und ich muss erstmal durchblicken wo was genau ist. „Es wurde viel an- und umgebaut. Ein komplett neuer Anbau mit der neuen Landhaus-Therme und dem großen Infinitypool auf dem Dach“, erklärt Elke Freudenstein. Und diese Erneuerung ist mehr als gelungen. Die große Landhaus-Therme, die wunderschönen Chalet-Zimmer und der Panorama-Pool sind wirklich der Knaller. Alles ist sehr geschmackvoll eingerichtet und zusammengestellt, nichts ist übertrieben, sondert mit viel Liebe ausgesucht und kuratiert.
Nach der Zugfahrt und dem vielen Sitzen, freue ich mich ein paar Bahnen im großen Pool zu schwimmen, der in einen Naturteich eingebettet ist und von vielen Liegen eingerahmt wird. Es dämmert schon leicht, der Pool ist ganz leer und ich bin sofort tiefenentspannt. Ich kann da so richtig den Kopf ausschalten und meinen Gedanken freien Lauf lassen. Anschließend schwitze ich in der Dampfsauna noch ein bisschen und döse auf der Liege weg. Einfach himmlisch.
Schlemmen mit der Mühlbach-Verwöhnpension
Am Abend freue ich mich auf das leckere Dinner, dass im Rahmen der Mühlbach Verwöhnpension angeboten wird. „Sie bekommen einen festen Platz und da sitzen sie dann für die ganze Zeit ihres Aufenthalts. Auch beim Frühstück“, erklärt mir die freundliche Kellnerin. Ich finde das, vor allem wenn man alleine reist, sehr angenehm. Man muss sich nicht umschauen, wo ein freier Platz ist und wird auch meist zwischen anderen Alleinreisenden platziert. So auch dieses Mal. Erstmal nickt man sich freundlich zu und kommt dann im Laufe der Zeit ins Gespräch. Das Abendessen ist köstlich, bietet immer ein vegetarisches Menü und dazu dann noch ein großes Salat- und Vorspeisenbuffet. Zur Verwöhnpension gehört auch das tägliche Lunchbuffet mit einer Suppe, einem warmen Gericht und mehren Kuchen oder auch Apfelstrudel zur Auswahl. Also für das leibliche Wohl ist hier wunderbar gesorgt.
Wer vielleicht etwas länger hier ist, kann auch die anderen beiden Restaurants testen. Im ganz neuen „The Sushi Club“ zaubert Sushi-Chef Le Bang japanische Köstlichkeiten im stylischen Ambiente. Möbel in Samt und dunkle Wände machen eine tolle Atmosphäre und bestimmt ist das Sushi hier top. Für Liebhaber der bayerischen Küche lädt das Wirtshaus „Kirchawirt“, direkt am Dorfplatz in Satterstetten neben dem Mühbach gelegen, Gäste ein. Die bayerische Gastfreundschaft besteht hier schon seit 1798 und versorgt Einheimische und Besucher mit tradionell bayerischer Küche. Im Winter sitzt man am gemütliche Kachelofen und im Sommer draußen auf der Terrasse. Also kulinarisch kommt hier keine Langeweile auf.
Verwöhnprogramm im Beauty-Spa
Die Sonne scheint und der neue Tag könnte nicht schöner beginnen. Und für mich als Frühaufsteherin ist der größe Luxus im Hotel, dass Schwimmen am Morgen. Also rein in den Badeanzug, den Bademantel drüber und los gehts. Der große Pool öffnet erst um 11 Uhr, aber der etwas kleinere Outdoor-Pool lockt mit warmen Temperaturen und ist fast leer. Nur noch ein Ehepaar zieht seine Bahnen. Nach einer halben Stunde schwimmen, bin ich richtig munter und fühle mich total fit. Jetzt ab zum Frühstück und erstmal einen Cappuccino genießen. Das Buffet bietet alles was das Herz begehrt, die Eierspeisen werden frisch zubereitet, es gibt jede Menge frisches Obst, Bircher Müsli, Lachs und Käse. Alles regional und saisonal, dazu frisches Brot, Brötchen und leckere Croissants. Richtig toll!
Für mich geht es gleich nach dem Frühstück ins Spa bzw. ins Beautycenter. Ich habe mich für ein „Steinkraus“ Facial entschieden und freue mich auf das Verwöhnprogramm. Simone, die behandelnde Kosmetikerin, erklärt mir ganz genau welche Produkte sie verwendet und was das Besondere an der Behandlung nach Prof. Dr. Steinkraus ist. „Als aller erstes sind alle Produkte ohne Duftstoffe und
Nette Gäste und viel Zeit für Entspannung
Nach so einen wunderbaren Beautyprogramm bin ich einfach nur entspannt und happy. Die Sonne scheint immer noch, ich setze mich auf die Terrasse, bestelle mir einen Kaffee und will endlich mal ein bisschen in meinem Buch schmökern. Anfang März im Bademantel draußen zu sitzen ist eine absolute Wohltat und ich habe so ein Glück mit dem Wetter. Ein älterer Herr gesellt sich zu mir und stellt sich als Georg vor. Er ist weit über 80 Jahre alt und hier Stammgast, wie er mir erzählt. Er kommt sieben bis acht Mal im Jahr ins Mühlbach und bezeichnet das Hotel als sein zweites Zuhause. „Früher bin ich jahrelang mit meiner Frau hergekommen und jetzt auch alleine, seit sie verstorben ist“, sagt er. „Wir hatten immer das gleiche Zimmer, aber jetzt habe ich das erste Mal ein Einzelzimmer gebucht“, ergänzt er traurig. Georg will wissen, warum ich alleine hier bin und ist ganz begeistert als ich ihm erzähle das ich über den Aufenthalt hier schreiben werde. „Das ist ja toll, aber dann kommen hoffentlich nicht noch mehr Gäste und alles ist ausgebucht“, sagt er lachend. Wir plaudern noch eine Weile und dann will ich noch hoch auf das Dach des Hauses um im warmen Panoramapool zu entspannen. Der adults-only Spa Bereich ist in ruhigen Erdfarben gestaltet, es gibt genügend bequeme Liegeflächen und eine Spa-Lounge in dem man wie in einer großen Hängematte schwebt. Hier bleibt das Handy draußen und es wird wirklich entspannt. Dann noch einen Aufguss mit Kräutern in der Panoramsauna genießen und ein bisschen dösen. Der perfekte Tag um mal so richtig runterzukommen.
Große Auswahl: Fango, Fahrradfahren oder Kultur?
Natürlich kann man im Mühlbach auch außerhalb des Hotels wunderbare Aktivitäten unternehmen. Wer Lust hat kann die Region prima zu Fuß, per Fahrrad oder mit dem Auto erkunden. Ein lohnender Ausflug führt nach Passau, die Dreiflüssestadt, wo man durch die malerische Altstadt flanieren, die engen Gassen entdecken und an den Ufern der Donau, Ilz und Inn das besondere Flair genießen kann. Gemütliche Cafés, kleine Boutiquen und historische Stätten laden zum Bummeln ein, und von den Aussichtspunkten aus zeigen sich Flusslandschaften und Stadtpanorama eindrucksvoll im Bild.
Nicht weit entfernt liegt die Stadt Salzburg, das kulturelle Juwel der Region. Dort öffnen sich Türen zu Kunst und Kultur mit prachtvollen Festungen, barocken Gebäuden und weltberühmten Konzerthäusern. Ein Tag in Salzburg lädt ein zu Spaziergänge durch die Getreidegasse, Besuche in Museen oder einfach das Genießen der besonderen Lebensart in den Plätzen und Cafés der Altstadt. Kulturinteressierte Gäste können ein Package inkl. Karten für die Salzburger Festspiele an im Mühlbach buchen.
Alle diese Ausflüge und Aktivitäten hören sich toll an, aber leider bin ich nur so kurz hier und ich will das Mühlbach in vollen Zügen genießen. Deshalb gönne ich mir am nächsten Tag noch eine Fango-Behandlung, die besonders wohltuend und entspannend sein soll. „Die Basis der Fango-Packung ist ein fein gemahlenes, vulkanisches Pulver das mit Thermalwasser angerührt wird“, erklärt mir meine freundliche Therapeutin Valentina. Sie streicht mir den Mineralschwamm auf den Körper, nur das Gesicht wird ausgespart. „Jetzt legen Sie sich ins Wasserbett und ich decke sie zu“, beruhigt sie mich, als ich doch ziemlich skeptisch schaue. Valentina packt mich ganz sanft ein und das angewärmte Wasserbett fühlt sich tatsächlich sehr angenehm an. Ich schlummere ein bisschen weg und werde nach 20 Minuten geweckt. Dann dusche ich den Schlamm ab und fühle mich angenehm entspannt. „Am besten Sie ruhen sich jetzt noch ein bisschen aus, damit das Fango noch nachwirken kann“, empfiehlt Valentina. Und dem Vorschlag komme ich natürlich zu gerne nach, denn Ruheinseln gibt es hier genug. Ich genieße im wunderbaren Ruheraum „Zirbe“, eingekuschelt in einer Decke den Nachmittag, trinke Tee und komme endlich dazu mal in meinem Buch zu lesen. Einfach herrlich.
Dann genieße ich noch ein letztes Mal das köstliche Abend-Menü und bin ganz wehmütig, dass ich am nächsten Tag schon wieder abreisen muss. Der Aufenthalt war definitiv zu kurz und ich will mir beim nächsten Besuch eine richtige „Gesundheits-Woche“ gönnen. Denn das man sich mal nur um sich selbst kümmert ist wunderbar und tut einfach nur gut.
In Sachen Transparenz: Wir bedanken uns herzlich beim Hotel „Das Mühlbach“ für die freundliche Einladung (Werbung, da Pressereise) und bei Ala Zander PR für die tolle Organisation! Wir berichten nur über Hotels und Destinationen, die wir selbst getestet haben und die wir auch Freunden empfehlen würden.
















