Wohnfühlmomente am Meer
Die kroatische Insel Rab hat viele Gesichter. Im grünsten Teil wurde Ende Mai 2025 das Arba Resort neu eröffnet. Gäste profitieren hier von einem All-Inclusive-Urlaub mit vielen Annehmlichkeiten, Familien on top von maßgeschneiderten Extras. Antoinette Schmelter-Kaiser hat den Neuzugang der Valamar Collection kennengelernt, aber auch den Rest von Rab erkundet.
Steine, nichts als Steine. Das ist der erste Eindruck, den Rab bei der kurzen Überfahrt mit der Fähre ab Jablanac macht. Doch nach der Ankunft mischt sich wenige Kilometer weiter immer mehr Grün in die anfänglich karge Karstlandschaft der 22 Kilometer langen, schmalen Insel. Bei Barbat und Banjol nehmen Vegetation und Bebauung zu, die Straße säumen Unterkünfte aller Art, Geschäfte und Restaurants. Im Hauptort Rab ist das Angebot besonders groß, in Richtung Norden nimmt es allmählich wieder ab. Kurz vor Kampor biegen wir links von der Hauptstrasse in Richtung Capo Fronte ab, dem grünsten und waldreichsten Teil von Rab.
Jede Menge All-Inclusive-Annehmlichkeiten
Hier liegt das Ende Mai 2025 neu eröffnete Arba Resort, das zur Valamar Collection gehört. An der Rezeption in der großzügigen, zurückhaltend-lässig gestylten Lobby werden wir begrüßt und über jede Menge All-Inclusive-Annehmlichkeiten informiert. Vom Balkon unseres hübschen Zimmers im dritten Stock bekommen wir einen ersten Eindruck über die Anlage, die an einem zum Meer hin sanft abfallenden Hang liegt: Unterhalb des weißen Hauptgebäudes, in dem alle 208 Zimmer und Suiten, Restaurants, Bar, Kinderbereich und Spa untergebracht sind, gibt es auf terrassierten Ebenen fünf Außenpools, die reichlich Liegen und Day Beds umgeben. Weiter unten führt ein Fußweg zum Strand, vorbei an einer coolen Beach-Bar mit mehreren Sitzbereichen im Schatten hoher Bäume.
Idylle pur in kleinen Buchten
Wie es unten am Wasser aussieht, erkunden wir auf einem Spaziergang: Rechts folgen wir dem von Kiefern gesäumten Weg am Ufer entlang bis zum Carolina Hotel & Villas, die ebenfalls zur Valamar Gruppe gehören. Weil der Sand- und Kiesstrand des Arba Resorts am späteren Nachmittag schon im Schatten liegt, laufen wir links von ihm weiter bis zur nächsten kleinen Bucht. Bis zum Sonnenuntergang baden wir hier in glasklarem Wasser. Dann zieht es uns zurück ins Hotel zum abendlichen Büffet. Einen Tisch im Restaurant können wir uns selbst aussuchen und wählen einen auf der Terrasse mit Blick zum illuminierten Pool. Dann lassen wir es uns schmecken: Salate, Antipasti, Suppe, Fisch, Fleisch, Eintöpfe, Gemüse, Desserts, Käse, Oliven – von allem nur ein bisschen, in Summe aber doch so viel, dass wir unmöglich gleich ins Bett gehen können. Also schauen wir uns noch im langgestreckten Erdgeschoss um, wo ein großer Teil maßgeschneidert für die Bedürfnisse von Familien ist.
Garantiert keine Langeweile
In der 1.500 Quadratmeter großen Maro World gibt es Spielgelegenheiten für alle Altersstufen, einen bunten, grobgehäkelten Kletter- und Tobe-Bereich, ein Theater für Shows, Disco und Indoor-Kino, interaktive Edutainment-Stationen, die mit Flora und Fauna der Umgebung vertraut machen, eine Game-Area und einen Outdoor-Spielplatz – vielfältigste Möglichkeiten, um garantiert keine Langeweile aufkommen zu lassen. Außerdem stehen kleine Gefährte bereit, mit denen Kids herumkurven können. Brauchen Eltern eine Auszeit, können sie drei- bis zwölfjährige Kinder im Maro Club betreuen lassen. Wollen sie mit ihnen sporteln, können sie auf multifunktionalen Plätzen in Strandnähe Fußball, Basketball, Tennis, Beachvolleyball, Badminton und Minigolf spielen oder Stand-Up-Paddling Boards ausleihen.
Ausflug zu Besonderheiten von Rab
Bei diesem Rundum-Wohlfühl-Paket gäbe es keinen Grund, das Resort zu verlassen. Doch wir sind auch neugierig auf den Rest von Rab und unternehmen nach einem üppigen Frühstück, bei dem uns besonders gut die Säfte zum Selberpressen und die duftende Auswahl an Frischgebackenem gefallen, einen Ausflug. Mit dem Auto geht es zunächst zum höchsten Punkt der Insel. Und zwar auf einer schwindelerregend steilen, schmalen Straße, zum Glück ohne Gegenverkehr. Auf dem Gipfel des 408 Meter hohen Kamenjak, der übersät mit Felsbrocken einer Mondlandschaft ähnelt, belohnt uns der Rundumblick auf das tiefblaue Meer, weitere Inseln und die Bergkette am Festland. Danach schlendern wir durch die Altstadt von Rab, deren Wurzeln bis in die römische Antike reichen. Vier Glockentürme und Palmen überragen die engen Gassen voll netter Geschäfte, in denen es lokale Spezialitäten, Mode und Muscheln zu kaufen gibt. Auf pittoresken Plätzen reihen sich Cafés und Restaurants aneinander, im Hafen liegt Boot neben Boot. Als letzte Station steuern wir die Sandstrände von Lopar an. Die sind allerdings nicht unser Favorit: Für unseren Geschmack gibt es zu viele Liegestühle und Lokale dicht am Wasser. Der Strand fällt so flach ab, dass man zum Schwimmen weit hinaus waten muss. Außerdem trüben aufgewirbelte Sandkörner das Wasser. Viel lieber sind uns die felsig-zerklüfteten Abschnitte der Küste, in die sich Buchten kuscheln und wo der Kontrast aus hellem Kalkstein, blauem Wasser und grüner Vegetation eine Augenweide ist.
Radtour durch einen Steineichenwald
Ein besonderes Prachtexemplar entdecken wir auf einer Tour vom Arba Resort aus auf dem Capo Fronte Discovery Trail: Auf der 12,4 Kilometer langen Family Long-Variante radeln wir leicht bergauf und -ab auf einer asphaltierten Straße quer durch einen Steineichenwald namens Dundo, einen der ältesten und am besten erhaltenen des Mittelmeerraums. Am Umkehrpunkt lassen wir die Räder stehen und laufen zu Fuß weiter bis zur Ruine des Kirchleins St. Margaret. Durch ein verfallendes Fenster blitzt uns türkisfarbenes Wasser entgegen, am Ende des Pfads öffnet sich eine einsame Bucht, in der ein Segelboot ankert. Am Ufer haben andere Besucher eine Art Robinson-Hütte aus Ästen hinterlassen – wildromantisch. Doch leider haben wir keine Badesachen dabei und müssen uns mit Schauen uns Staunen begnügen.
Wohlfühlmomente am Pool und bei Sonnenaufgang
Das Schwimmen holen wir nach einem leckeren Mittagsimbiss im Arba Resort nach und genießen das Faulenzen auf dicken, sesselartigen Polstern, die im Activity Pool treiben. Diesen Wohlfühlmoment toppt nur noch das Aufwachen am Morgen: Unser Zimmer geht zur Meerseite, wo die Sonne aufgeht. Nachdem sie etwas höher geklettert ist, scheint sie durch die zurückgezogenen Vorhänge hell und wärmend direkt auf unser Bett. Dazu der Ausblick über Pools und Garten auf Bucht und Berge – so kann der Tag beginnen.
In Sachen Transparenz: Wir bedanken uns ganz herzlich beim Arba Resort by Valamar für die Einladung (Werbung, da Pressereise) und bei Stromberger PR für die Organisation. Wir berichten nur über Hotels und Destinationen, die wir selbst getestet haben und die wir auch Freunden empfehlen würden.
















