Ein Winterparadies im Hochsommer: Drei Highlights im Riesengebirge
Špindlerův Mlýn kennen viele vor allem als Wintersportort. Doch auch im Sommer hat das tschechische Riesengebirge für Familien jede Menge zu bieten: Wir wandern über den Kamm mit Blick auf die Schneekoppe, spazieren hoch über den Baumwipfeln und kühlen unsere Füße in der noch jungen Elbe. Unsere drei Highlights für einen Sommerurlaub mit Kindern im Riesengebirge.
Fast jeder, dem ich davon erzählt habe, wo wir hinfahren, sagte erst einmal: Ist das nicht ein Wintersportort? Und ja, Špindlerův Mlýn im tschechischen Riesengebirge ist vor allem dafür bekannt, dass man dort im Winter hervorragend skifahren und rodeln kann.
Meine Mädels (8 und 11) und ich wollten aber gern mal den Beweis antreten, dass man hier auch im Hochsommer hervorragend urlauben kann. Die Tschechische Zentrale für Tourismus unterstützte den Kurztrip mit einer Reisepauschale.
Das sind unsere drei Highlights:
Highlight 1: Kammwanderung mit Blick auf die Schneekoppe
Die Lage der Erlebachbaude auf über 1000 Metern Höhe erlaubt es, dass wir direkt von der Haustür aus unsere Wanderung in Richtung Schneekoppe beginnen können. Ohne Kinder hätte ich sicher den Gipfel von Tschechiens höchstem Berg in Angriff genommen. Das wären dann rund vier Stunden, zwölf Kilometer und 800 Höhenmeter gewesen. Für die Kids ist das zu viel, aber auch sie marschieren strammen Schrittes den Berg hinauf zum Kammweg. Der führt dann malerisch direkt auf der Landesgrenze zwischen Polen und Tschechien entlang und bietet traumhafte Aussichten ins Tal.
Höhe- und Wendepunkt unserer Wanderung ist der Słonecznik, eine bizarre Felsformation aus Granit im östlichen Teil des Schlesischen Kamms. Słonecznik ist polnisch für Sonnenblumen. Und daran könnten die zwölf Meter hohen Steinsäulen auch tatsächlich erinnern. Viele Bergwanderer nutzen diesen Ort für ihre Rast. Rund um die Felsen gibt es an diesem Mittag kaum ein freies Plätzchen.
Das Beste: Von hier aus kann man tatsächlich die Schneekoppe sehen. Immerhin, das können wir abhaken.
Highlight 2: Über den Baumwipfeln des Riesengebirges
Michal und Alica haben die Ruhe weg. Die beiden Braunbären chillen unterhalb des Pfades, während die Kinder aufgeregt in ihre Richtung zeigen. Ursprünglich stammen sie aus der Hohen Tatra. Also, die Bären. Seit Frühjahr 2026 leben sie in dem neu angelegten, über 5.000 Quadratmeter großen Waldreservat, das zum Baumwipfelpfad Riesengebirge (Krkonoše) gehört.
Rund eine halbe Stunde Autofahrt von Spindlermühle (Špindlerův Mlýn) entfernt beginnt das Abenteuer in Janské Lázně. Zum Glück sind wir alle drei schwindelfrei. Für umgerechnet rund 48 Euro holen wir uns eine Familienkarte. Der Park ist gut besucht, aber die Brücken und Plattformen dennoch nicht überfüllt. 1500 Meter lang ist der Pfad, der von massiven Pfosten aus Douglasienholz gehalten wird.
Am Ende des Weges wartet ein imposanter Aussichtsturm, der auch gut als Postkartenmotiv taugt. Der Weg schlängelt sich bis auf 45 Meter Höhe hinauf. Als Belohnung wartet dort auf uns ein 360-Grad-Panoramablick über das Riesengebirge. Auch hinunter geht es zu Fuß. Die 80 Meter lange Rutsche im Inneren des Turms traut sich dann doch niemand von uns.
Highlight 3: Mit den Füßen in der Elbe
Die Elbe ist der Fluss, der unsere Heimatstadt Dresden mit unserem Sommerurlaub 2026 verbindet. Sie entspringt im Riesengebirge unweit von Špindlerův Mlýn. Von unserem Hotel auf dem Kamm fahren wir für einen Abstecher hinunter in den Ort. Hier sieht man überall, dass er vor allem vom Wintersport geprägt ist, doch auch im Sommer tummeln sich hier zahlreiche Gäste und können einiges erleben.
Nach einiger Suche am Ufer finden wir den perfekten Ort, um mit nackten Füßen durch eben jene Elbe zu waten. Zwischen den vielen rungespülten Steinen sprudelt uns das glasklare Wasser um die Beine. Eine wunderbare Abkühlung, wobei es hier oben fast zehn Grad kühler ist als im zur selben Zeit völlig überhitzten Dresden.
Mit einem leckeren Eis in der Hand spazieren wir ein Stück hinauf zur Sommerrodelbahn. DIe ist zwar mit umgerechnet neun Euro pro Fahrt für einen Erwachsenen nicht ganz billig, aber dafür auch deutlich länger als die, die man in Sachsen aus der Umgebung kennt. Direkt nebenan lädt der Monkey Park zum klettern ein, ein Hochseilgarten, den wir uns als Highlight fürs nächste Mal aufgehoben haben.
Werbung, da Pressereise: Wir bedanken uns bei der Tourismuszentrale Tschechien für die Unterstützung unseres Aufenthalts.













