Familienauszeit zwischen Pinien und Verdon
Wer mit Kindern die Provence entdecken möchte, ohne auf Ruhe, Natur und ein bisschen französischen Charme zu verzichten, findet in La Bastide des Pins einen wunderbaren Rückzugsort. Abseits vom Rummel am Meer, zwischen Pinienwäldern, Bergen und den spektakulären Schluchten des Verdon gelegen. Unsere Frankreich-Korrespondentin Doris Barbier-Neumeister hat mit ihrer Tochter Lili dort Halt gemacht.
Schon bei der Anfahrt verändert sich das Tempo. Die Straßen werden kurviger, die Landschaft weiter, der Duft der Pinien intensiver. Die historische Bastide aus dem 18. Jahrhundert liegt eingebettet in eine grüne Oase am Fuß des Mont Lachens, dem höchsten Punkt des Var. Statt Trubel erwarten uns hier Vogelgezwitscher, schattige Terrassen und ein Garten, in dem Kinder frei herumstreifen können.
Die Zimmer sind schlicht, sehr geschmackvoll, gemütlich und familienfreundlich gestaltet. Besonders angenehm: die entspannte Atmosphäre. Kein steifes Hotelgefühl, sondern eher das Gefühl, bei Freunden in der Provence angekommen zu sein. Rundherum grasen die hauseigenen Ziegen, empfangen wurden wir von einem schwanzwedelnden weissen Riesenbaby auf vier Beinen: Der Hirtenhund Cesare ist 8 Monate alt und liebt es, Bällen nachzurennen während Nina (3) in der Hängematte schaukelt. Vincenzo ist aus Napoli, Romane stammt aus der Nachbarschaft, genauer gesagt aus der Parfumstadt Grasse und kennt die Gegend wie ihre Westentasche. Sie liebt Kinder genauso wie Hunde und das spürt man sofort: Babyhochstuhl, Wickeltisch und Baby-Bett stehen zur Verfügung, in den Zimmern warten kleine Geschenke und Annehmlichkeiten (Wickeltisch, Spielzeug, Kinderbücher, Malzeug etc.), wenn man mit Kids unterwegs ist.
Ankommen und durchatmen
Nur fünf Gehminuten von der Bastide entfernt gibt es einen kleinen Supermarkt, dass ist sehr praktisch, wenn man am Anreisetag keine Lust mehr auf einen Besuch im Restaurant hat. Wir haben im Garten an einem großen Holztisch gepicknickt, ideal wenn man nach der Autofahrt von der Küste in die Berge lieber Selbstversorger ist. Das Frühstück am nächsten Tag schlägt unsere kühnsten Erwartungen: in der Bastide de Pins werden nur Spezialitäten aus der Umgebung aufgetischt wie hausgemachter Joghurt aus Milch von den eigenen Ziegen, Birnensaft, ein wunderbarer ofenwarmer Kuchen, knusprige Croissants und Käsespezialitäten von den befreundeten Bauern aus dem Nachbarsort. Dass der Hausherr aus Napoli kommt und sein eigenes Restaurant nur 15 km entfernt hat, erfahren wir dann auch gleich. Romane hat uns zum Auftakt einen Spaziergang hoch zu Ross bei ihrer Freundin Jessica im Nachbarsort gebucht.
Natur pur erleben
Apropos: die Bastide ist der perfekte Ausgangspunkt für Naturabenteuer. Die berühmten „Gorges du Verdon“ sind nur rund 20 Minuten von der Bastide entfernt. Dort warten türkisfarbenes Wasser, kleine Badestellen, Kajaktouren und einfache Wanderwege mit spektakulären Ausblicken. Auch kleinere Kinder kommen hier auf ihre Kosten: In der Umgebung gibt es ruhige Waldwege, Picknickplätze und zahlreiche Möglichkeiten, Tiere und Pflanzen der Provence zu entdecken. Wer zwischendurch wieder Trubel mag, macht einen Tagesausflug nach Grasse oder schlendert durch kleine Bergdörfer wie Bargème (10 Autominuten entfernt)– eines der schönsten Dörfer Frankreichs.
In Sachen Transparenz: Wir bedanken uns ganz herzlich für die Einladung bei der „Bastides des Pins“ (Werbung, da Pressereise) für den schönen Aufenthalt. Wir stellen nur Hotels und Destinationen vor, die wir selbst getestet haben und die wir auch Freunden empfehlen würden.












