Hamburg mit Kids: Abenteuer zu Wasser und zu Land
Wir haben ein verlängertes Wochenende in Hamburg verbracht – und was soll ich sagen: Unser Citytrip war ein echtes Abenteuer! Die Stadt hat so viel für Kinder zu bieten, dass uns keine Sekunde langweilig wurde. Von der spannenden Hafenrundfahrt über das faszinierende Miniatur Wunderland bis hin zum süßen Chocoversum – hier kommen unsere sechs Highlights, die wir Familien mit Kindern absolut ans Herz legen können.
Hamburg ist immer eine Reise wert – und gerade für Familien gibt es hier unendlich viel zu entdecken. Die Mischung aus maritimem Flair, spannender Kultur und kindgerechten Attraktionen macht die Hansestadt zum perfekten Ziel für ein langes Wochenende mit Kids.
1. Hafenrundfahrt – Gigantische Schiffe und Kräne für kleine Seemänner
Ein Besuch in Hamburg ohne Hafenrundfahrt? Geht nicht. Für uns war die Tour der allererste Programmpunkt. Nach einer langen Anreise wollten wir alle noch etwas erleben, gleichzeitig waren die Jungs schon etwas k.o. Wir sind also gemütlich von unserem Hotel im Zentrum Richtung Rathausplatz geschlendert und von dort mit der U-Bahn zum Startpunkt an den Landungsbrücken gefahren. Nachmittags starten die Boots-Touren etwa alle 15 Minuten. Wir haben uns für die 1-stündige Hafenrundfahrt entschieden. Mit einem kleinen Sprint haben wir unser Schiff in letzter Sekunde noch erreicht. Dann saßen wir gemütlich an Deck eines Fahrgastschiffes und haben uns den Wind um die Nase wehen lassen, während uns der Guide mit Hamburger Charme und nordischem Schnack die Geschichte des Hafens näher brachte. Für unsere Kinder (8 und 9 Jahre) waren die Ausführungen akustisch wie inhaltlich teils schwer verständlich, aber wir Eltern haben so gut wie möglich „übersetzt”. Und viel wichtiger als die Anekdoten war der Ausblick. Vor allem die riesigen Containerschiffe haben die Jungs schwer beeindruckt. Besonders spannend war es, den Kränen in den Containerterminals dabei zuzuschauen, wie sie die Schiffe be- und entladen. Außerdem fuhren wir an einem großen Kreuzfahrtschiff vorbei. Seeluft schnuppern und Spannendes sehen – besser geht’s nicht! Wer danach noch Energie hat: Nur wenige Schritte vom Anlegeplatz entfernt ist der alte Elbtunnel. Natürlich haben wir es und nicht entgehen lassen, einmal die 426,5 Metern unter der Elbe hindurch zu spazieren.
2. Kanutour auf den Kanälen der Alster – Paddeln mitten in der Stadt!
Mit 2500 Brücken ist Hamburg die Stadt mit den meisten Brücken in ganz Europa! Damit stellt die Hansestadt sogar Venedig in den Schatten! Und deshalb landeten wir bei unserem Städtetrip irgendwie immer am Wasser. Für den zweiten Tag in Hamburg war Sonnenschein angesagt, also beste Voraussetzung für eine Kanutour. Am Wochenende lohnt es sich, vorab ein Kanu zu reservieren. Wir waren zum Glück früh am Isekai und haben noch eines der letzten erwischt. Und dann ging es los! Die Jungs waren sofort Feuer und Flamme. Es hat etwas gedauert, bis wir vier unseren Rhythmus beim Paddeln gefunden hatten. Aber wir hatten es schließlich nicht eilig. Etwa 2,5 Stunden haben wir für die sechs Kilometer lange Feenteich-Tour gebraucht. Herrlich war’s. Man entdeckt Hamburg von einer ganz neuen Seite. Statt Großstadttrubel hört man hier nur das Plätschern des Wassers und das Quaken der Enten. Vor allem die kleineren Kanäle der Alster wirken mit den überhängenden Bäumen und Sträuchern wie verwunschen. Es geht vorbei an prachtvollen Altbauten mit wunderschönen Gärten und immer wieder paddeln wir unter kleinen Brücken hindurch. Mein Tipp: Unbedingt Proviant mitnehmen – eine kleine Picknickpause auf dem Wasser war unser Highlight! Die Tour führt aber auch an Peter Pane und einem Café vorbei. Dort kann man mit etwas Geduld direkt vom Boot aus Eis, Kaffee und Co. bestellen. Und: Wer kann, sollte unter der Woche paddeln. Dann ist weitaus weniger los als am Wochenende und man muss seltener auf andere Boote und SUPs Acht geben.
3. Miniatur Wunderland und Yullbe – Staunen garantiert!
Schon vorab hatten mir mehrere Bekannte vorgeschwärmt. So richtig teilen konnte ich diese Euphorie im Vorfeld nicht. Modelleisenbahnen … wie cool kann das schon sein? Aber schon nach wenigen Minuten im Miniatur Wunderland war klar: Ich lag völlig falsch. Detailverliebt sind hier verschiedene Länder aufgebaut von Brasilien über Monaco, die Alpen bis hin zu Hamburg selbst. Wie bei einem Wimmelbild lohnt es sich genau hinzusehen. Die Jungs haben versucht, so viele Verrücktheiten wie möglich zu entdecken. „Mama, schau mal, da ist ein Yeti auf dem Berg!“ – „Guck mal, da hängt ein Faultier an der Wäscheleine!“ Zudem gibt es für groß und klein viele Knöpfe zu drücken, die jeweils eine besondere Aktion starten: mal schaukeln die Boote in Venedig, landet nachts ein UFO in Deutschland oder startet eine Rakete in Florida. Ein zusätzliches Highlight ist der Tag-und-Nacht-Wechsel. Unsere Jungs waren völlig gefesselt und wollten gar nicht mehr weg.
Und dann folgte unser Yullbe-VR-Erlebnis, das direkt nebenan startet. Die Tickets werden für feste Uhrzeiten gebucht, daher mussten wir vor Ort kaum warten. Zuerst folgte eine kurze Einführung und dann bekam auch schon einer nach dem anderen seine VR-Brille auf den Kopf. Schlagartig wurde ich in einer anderen Welt gebeamt. Und obwohl ich doch genau weiß, dass ich nur durch einen quadratischen Raum tappe, hüpfe ich in der virtuellen Welt wackelig von Gondel zu Gondel und packt mich leichter Schwindel, als sich mein Heißluftballon in die Lüfte erhebt. Hinterher waren wir geradezu vollgepumpt mit Adrenalin. Das gebuchte 10-minütige Wunderland-Abenteuer ist ein Einzelspiel ab 8 Jahren und war für unseren gerade 8-Jährigen mit etwas Herzklopfen machbar. Ein Vorteil: Wer Yullbe bucht, kann flexibel den ganzen Tag ins Miniatur Wunderland.
4. „König der Löwen“ – Gänsehaut und leuchtende Kinderaugen
Vor Jahren war ich hier schon einmal und wollte dieses Erlebnis unbedingt mit meinen Kindern teilen. Tatsächlich läuft das Musical schon 24 Jahre hier – ich glaube, das spricht für sich. Vorfreude und Spannung steigen, wenn man sich zur Überfahrt an den Landungsbrücken einfindet. Von dort wird man via Shuttle-Boot über die Elbe direkt zum Stage Theater am Hafen gebracht. Wer mag, kann sich vor der Vorstellung noch mit Popcorn oder Eis eindecken oder auf das Event anstoßen. Tipp: An der Garderobe an die kostenlosen Sitzerhöhungen denken. Dadurch war es auch kein Problem, dass in der Reihe vor uns ein hochgewachsener Besucher saß. Und dann: Gänsehaut-Feeling für mich, als das bekannte „Circle of Life“-Lied angestimmt wurde. Begeisterung bei den Kindern, als direkt im Gang neben uns die Tiere zur Bühne springen und stampfen: Antilopen, Giraffen, Elefanten und viele mehr. Die Bühne, die Musik, die Kostüme – diese Show ist einfach magisch. Ich habe selten meine Jungs so gebannt gesehen. Und dass, obwohl die Vorstellung immerhin fast drei Stunden inklusive Pause dauert. Zugegeben: Tickets fürs Musical sind ziemlich teuer. Aber für uns war „Der König der Löwen“ ein sehr besonderes Erlebnis und ich bin sicher, wir werden uns noch lange daran erinnern.
5. Die Elbphilharmonie – toller Ausblick mit längster Rolltreppe Europas
Ehrlich gesagt, stand die Elbphilharmonie zunächst nur bei mir auf der Wunschliste. Doch zu meiner Überraschung waren es plötzlich auch meine beiden Jungs, die diesen Programmpunkt unbedingt abhaken wollten. Warum? Weil sie bei unserer Hafenrundfahrt erfahren hatten, dass mitten durch das spektakuläre Gebäude die längste gebogenen Rolltreppe Europas führt. Mit dem kostenlosen Ticket geht’s rauf zur Plaza, der Aussichtsplattform der Elbphilharmonie. Die Tickets bekommt man direkt im Eingangsbereich – entweder spontan oder online vorab. Der Zugang ist limitiert, deshalb kann eine Online-Buchung sinnvoll sein.
Oben angekommen, erwartet uns eine spektakuläre Aussicht: Ein 360-Grad-Rundgang bietet Panoramablicke über Hafen, Stadt und Speicherstadt. Unsere Kinder waren im Glück, als sich ein gigantisches Kreuzfahrtschiff langsam in Bewegung setzte. Gebannt klebten sie an der Brüstung, um zu sehen, wie der Koloss sich langsam aus dem Hafen schob. Und dann sollte es abwärts gehen mit der „Mega-Rolltreppe“ – eine 82 Meter lange, elegant geschwungene Rolltreppe, die durch einen schimmernden Tunnel führt. Die Jungs waren begeistert – wir haben jetzt ein sehr langes Video von der Fahrt und viele Fotos. Selbst wer keine Konzerttickets hat, kann diesen Abstecher einplanen. Weil die Architektur beeindruckend ist und Superlative zumindest bei unseren Jungs die Augen stets zum Leuchten bringen.
6. Chocoversum – Naschen erlaubt
Wer sich den Abschied von der Perle Hamburg ein bisschen versüßen möchte, ist hier richtig: im Chocoversum. Schon beim Reinkommen riecht es herrlich nach Schokolade und die Jungs waren sofort im Schoko-Himmel. Was uns besonders gefallen hat: Es ist kein Museum zum Nur-gucken, sondern ein Mitmach-Erlebnis. Die Führung war super kindgerecht, mit vielen kleinen Experimenten und natürlich ganz vielen Kostproben. Immer wieder werden die Kinder aktiv eingebunden, dürfen sich melden, wenn sie die richtige Antwort wissen. Dürfen das Fruchtfleisch der Kakaobohne probieren („bäh, schmeckt das eklig!“). Wir haben gelernt, woher Kakao kommt, wie Schokolade gemacht wird – und warum sie so lecker ist. Und jeder Besucher darf selbst eine Tafel Schokolade kreieren mit Deko und am Ende der Führung stolz mit nach Hause nehmen. Naja, bei uns wurde direkt ein Teil vor Ort vernascht. Das Chocoversum ist vielleicht kein klassisches Sightseeing-Ziel, aber wie heißt es so schön: Kinder happy, Eltern happy!
In Sachen Transparenz: Vielen Dank an Hamburg Tourismus für die Unterstützung und Planung unseres Aufenthalts (Werbung, da Pressereise). Wir stellen nur Erlebniss und Aktivitäten vor, die wir selbst getestet haben und die wir Familien empfehlen!





















