Kurzurlaub auf dem Immenhof
Wer kennt es nicht das „Gut Immenhof“ auf dem die beliebten Filme aus den 1950er Jahren spielten? Mittlerweile ist es ein schickes Boutique-Hotel, das mit ganz viel Liebe und Charme nicht nur Reiter sondern alle anspruchsvollen Gäste begeistert. Unsere Autorin Monika hat es mit ihrer Familie getestet und war im Reiter-Himmel.
„Trippel, Trappel, Trippel, Trappel, Pony…“ Dieses Lied habe ich seit meiner Kindheit sofort im Kopf, wenn ich an den „Immenhof“ denke. Die Filme rund um das Pony-Hotel mit Dick (Angelika Meissner) und Dalli (Heide Brühl) und natürlich Oma Jantzen habe ich Dutzende Mal gesehen und so sehr geliebt! Und sogar über 70 Jahre nach Filmstart können die Geschichten noch Kinder begeistern. Zusammen mit meinen Mädels schauen wir uns die DVDs an, die ich extra bestellt habe, da ich die Filme leider bei keinem Streamingdienst entdecke.
Ausflug mit der Großfamilie
Wie gerne wäre ich damals auch so ein Pferdemädchen gewesen, das mit den Ponys in den See reitet und über die weiten Weiden galoppiert. Anders als ich lebt meine große Tochter diesen Pferdemädchen-Traum (soweit das in einer Großstadt wie Hamburg möglich ist) aus. Sie reitet leidenschaftlich gerne und war dementsprechend direkt Feuer und Flamme, als ich von unserem Kurztrip zu dem Hotel Gut Immenhof erzählt habe.
Im Jahr 2021 hat er bei Malente (Schleswig Holstein) eröffnet. Zum ersten Mal reisen wir nicht nur zu Viert, auch unser Hund und Oma und Opa kommen mit. Deswegen haben wir eine Ferienwohnung mit zwei Schlafzimmern gemietet. Sie liegt ganz idyllisch direkt am Wald mit Blick auf den Reitstall des Hofes. Zu Fuß brauchen wir allerdings schon zehn Minuten, um vor dem historischen Ensemble, wo die Doppelzimmer und Suiten (mit und ohne Seeblick) für bis zu vier Personen untergebracht sind.
Alter Gutshof in neuem Glanz
Im imposanten weißen Gutshaus, das aus den Filmen bekannt ist, sind Hotelzimmer sowie das Gourmetrestaurant „Rodesand“ und „Jantzens Bar“ untergebracht. Sogar Sushi kann man hier bestellen. Und natürlich hängt hier ein Bild von Margarete Haagen, die die Rolle der Oma Jantzen in den alten Kinofilmen spielte. Mit Kindern mögen wir es dann doch gerne ein bisschen legerer und gehen ins gemütlich rustikale „Melkhus“, das sich im ehemaligen Kuhstahl befindet. Abends und mittags gibt es Gerichte aus der deutschen und Holsteiner Küche und auch eine große Kinderkarte zu fairen Preisen. Schade, dass es für die angrenzende Terrasse direkt am See zu kalt ist, der Blick ist ein Traum. Das Frühstücksbuffet ist bombastisch, die Kinder stürzen sich direkt auf die Fruchtquetschies und Riegel, in einer kleinen Spielküche für einen Zwischensnack bereit stehen. Hier findet jeder aus unserer Generation sein Lieblingsessen und hätten wir unseren Hund “Happy“ von der Leine gelassen, hätte ihm das Mett und Roastbeef sicherlich besonders gut geschmeckt.
Basteln & Toben im Hufeisen Club
Damit er sich nach all den verlockenden Gerüchen auspowern kann, spazieren wir am Kellersee entlang. Hier sind also damals Dick und Dalli mit den Ponys hineingeritten. Jetzt im Winter ist es dafür natürlich viel zu kalt, aber im Sommer ist es sicherlich eine perfekt Abkühlung. Selbst jetzt mit den kahlen Bäumen ist der Ausblick wunderbar, im Sommer muss er noch viel schöner sein.
Doch auch im Winter hat der Immenhof einen besonderen Charme. Alles ist beleuchtet, liebevoll geschmückt. Und in der finnischen und in der Bio-Sauna und kann man sich nach dem Spaziergang auch schnell wieder aufwärmen. Die Kinder spielen stattdessen auf dem Spielplatz. Es gibt auch einen Hufeisen-Club über dem Ponystall. In den Ferien können Kinder zwischen fünf und 12 Jahre Dienstag bis Samstag, außerhalb der Ferien Freitag und Samstag jeweils zwischen 13 und 18 Uhr oder individuell nach Absprache basteln und toben. Unsere Mädels fühlen sich dafür schon ein bisschen zu alt und stürmen stattdessen lieber alleine in Richtung Stall.
Die Reiterherzen schlagen höher
Und so einen gepflegten Stall haben wir noch nie gesehen. Wahnsinn, wie sauber und ordentlich alles ist. Und noch viel wichtiger: Wie gepflegt die Pferde und Ponys sind. Meine große Tochter hat jeden Tag eine Reitstunde. Zum Glück habe wir rechtzeitig gebucht, gerade in den Hauptferienzeiten kann es dabei schon einmal zu Engpässen kommen. Daher mein Tipp: Zeitgleich zur Hotelbuchung abklären, ob es in dem Zeitraum auch noch freie Reitstunden gibt. Denn der Unterricht lohnt sich. Für kleinere Reitfans gibt es auch Ponywandern. Nachdem meine Tochter am ersten Tag gezeigt hat, was sie kann, darf sie am zweiten Tag sogar über die Hindernisse auf dem Außengelände springen und ist einfach nur glücklich. „Cindy“ wird sofort zu ihrem neuen Lieblingspony. Für Fans der Immenhof-Filme gibt es sogar ein eigenes Museum, mehrmals die Woche finden Führungen über das Gelände statt. Und im Hofladen kann man ein Stück Immenhof wie Oma Batzens Eierlikör oder „Pony“-Sekt mit nach Hause nehmen. Das machen wir natürlich, um eine kleine Erinnerung an das tolle Wochenende zu haben. Schade, dass unser Aufenthalt nur so kurz war. Auf der Rückfahrt haben wir alle „Trippel, Trappel Pony“ im Ohr und sind uns einig: Hierher kommen wir auf jeden Fall noch einmal zurück.
In Sachen Transparenz: Wir bedanken uns herzlich beim Gutshof Immenhof für die Einladung (Werbung, da Pressereise). Wir berichten nur über Hotels und Destinationen, die wir selbst getestet haben und die wir auch Freunden empfehlen würden.













