Gut Ising, Chieming

Charming Chiemsee!

Das idyllische Gut Ising bringt das Beste aus Oberbayern zusammen: köstliche Küche, herrliche Landschaft, Tennisplätze für die Sportlichen und ein tolles Gestüt, bei dem jedem Reiter das Herz aufgeht. Ein wunderbarer Platz für die ganze Familie.

Der Chiemsee liegt ganz ruhig und grün-blau da. Die Luft flimmert vor lauter Hitze und die Berge im Hintergrund machen das Panoramabild perfekt. Bayern im Sommer ist fast so kitschig schön wie auf einer Postkarte. Oberbayern und die Chiemgauer Alpen zeigen sich für uns Norddeutsche wie im Sonntagsgewand. Wir fahren durch kleine Dörfer deren Häuser mit dichten Geranien geschmückt sind, wo die Kirchen Zwiebeltürme haben und die Biergärten unter großen Kastanien zum kühlen Radler einladen. Und dann sehen wir auch schon die Beschilderung zum Gut Ising, dem Ziel unserer Reise.

Wir sind diesmal mit der Oma unterwegs um den Chiemsee und das Gut Ising zu erkunden. Außerdem wollen wir natürlich schwimmen, relaxen, lesen, spazieren gehen, Tennis spielen, die Fraueninsel besuchen und selbstverständlich das Schloss Herrenchiemsee besichtigen. “Puh”, meckert Ben, “das ist ja ganz schön viel Programm für vier Tage”. Das stimmt natürlich, aber wir wollen auch das schöne Wetter ausnutzen und die tolle Umgebung entdecken, versuche ich zu beschwichtigen. Aber wir schauen einfach erst mal, auf was wir Lust haben. Aber einen Teenager zu motivieren ist ja nicht immer ganz leicht…

Hier sind ja viele Mädchen im Hotel”, stellt Ben beim Rundgang im Hotel fest. “Ja stimmt, das hast du gut gesehen”, pflichtet ihm die freundliche Dame vom Empfang bei. “Das liegt daran, dass wir hier ein großes Pferdegestüt haben und viele Mädchen bei uns reiten”, erklärt sie uns. “Du kannst sogar dein eigenes Pferd mitbringen, wenn Du willst”, ergänzt sie. Das machen tatsächlich so viele Gäste, dass von 60 Stellplätzen nur noch zwei frei sind. Wow! Wer reist denn mit seinem Pferd in die Ferien, denken wir uns. “Aber gibt es hier denn auch Aktivitäten für Jungs?”, will Ben wissen. “Klar, gibt es da was”, erfahren wir. “Du kannst einen Golfkurs machen, Tennis spielen und auch Trainerstunden nehmen, Wandern, im See oder Pool schwimmen, mit dem Mountainbike herum düsen… Da steigt die Laune des Juniors doch sofort und er meldet sich gleich zum Tennistraining an.

In der Kirche “Maria Himmelfahrt” nebenan läuten die Kirchenglocken – Mittagsessenszeit! Wir machen eine richtige Brotzeit im Biergarten des Gut Isings. Wunderschön ist es hier  im Schatten von großen Kastanienbäumen zu sitzen und die Kieselsteine unter den Füßen zu spüren- ein uriger bayerischer Bilderbuch-Biergarten! Gut gestärkt erkunden wir das Gelände und die verschiedenen Gebäude. Es gibt ein großes Hallenbad mit Wasserfall, einen großen Whirlpool draußen mit vielen Liegen drumherum, ein privates Cube-Spa, dass man für einen ganzen Tag buchen kann, zwei Tennisplätze, den Golfplatz und das Clubhaus. Dann schlendern wir über den Hof zum Gestüt und bewundern die vielen hübschen Pferde. In der Reithalle führen einige Mädchen die Pferde an der Lounge, andere striegeln und bürsten die Rösser. Es riecht nach Heu, einige Pferde schauen neugierig aus ihren Boxen und wir stecken schnell einen Apfel durch das Gitter. “Hier ist es richtig schön, obwohl ich gar nicht reite”, sagt Ben. Das ist doch schon mal ein guter Einstieg…

Das Tennistraining findet wegen der Hitze schon früh am Morgen statt. Vom Tennistrainer Christian Onken werden wir herzlich begrüßt, denn wir kennen ihn tatsächlich aus Hamburg. Er hat Ben schon mit fünf Jahren über den Platz gefegt, ihm Vorhand- und Rückhand erklärt und auch versucht ihm die richtige Lauftechnik zu vermitteln. “Du bist ja riesig geworden”, ruft Christian und schüttelt Ben kräftig die Hand. “Ich freue mich riesig, dass Ihr hier seid und das ich Ben ein bisschen herausfordern kann”, sagt er lachend. Er hat seine Taco-Tennisschule vom Norden in den Süden verlegt und bietet hier Tennistraining für Kids an. Vom Anfänger bis zum Profi. “Durch die Hallenplätze sind wir das ganze Jahr im Einsatz und so kann das Training bei jedem Wetter stattfinden. Während die beiden über den Platz hetzen streife ich durch den herrlichen Garten, entdecke ein lebensgroßes Pferd auf der Wiese, allerdings als Skulptur. Die echten Rösser stehen im riesigen Stall in fünf Minuten Entfernung zum Haupthaus. Die Pferde werden gerade gestriegelt und nach dem Ausritt mit Wasser abgeduscht. Ein besonders schönes, schwarzes Pferd steckt seinen Kopf durch ein Fenster und lässt sich gerne streicheln. Alle sind sehr beschäftigt, aber den vielen Mädchen schein das großen Spass zu machen. Und wie mein Sohn schon vorhergesagt hat, kein einziger Junge weit und breit im Pferdestall. Ich schlendere weiter zum italienischen Restaurant “Il Cavallo” hinter der Halle und genieße in den bequemen Lounge-Sofas einen Cappuccino mit Blick auf den Chiemsee und das Alpenpanorama. Herrlich. So schön ist es im Sommer in Bayern.

Nach dem Tennis-Match bei mindestens 30 Grad im Schatten, will der Sprössling natürlich zu allererst in den Pool. Wir suchen uns den Weg zum Hallenbad und entdecken draussen einen überdimensionalen Whirlpool. Es gibt schöne Liegestühle unter großen Sonnenschirmen auf einer Wiese. Das Wasser blubbert und lädt zum reinspringen ein. Bahnen ziehen kann man hier leider nicht, denn dafür ist er zu klein, aber eine tolle Erfrischung ist es auf alle Fälle. Der Pool innen ist sehr groß und hat einen Wasserfall. Das ist uns allerdings bei den Temperaturen wirklich zu warm. Wir genießen die Ruhe, lesen, lassen uns Getränke und Snacks bringen und fühlen uns total relaxt. Am Abend kehren wir in den hauseigenen Biergarten “St.-Georgs-Klause” des Gut Isings ein. Wir genießen Backhändel und Brotzeitplatte, trinken frisch gezapftes Bier mit Blick auf die Kapelle. Sehr idyllisch und lecker. Wer es ausgefallener mag, reserviert einen Tisch im Gourmentstüberl “Usinga”, in dem jeder Gast sich sein 3- bis 6-Gänge-Menü individuell zusammenstellen kann. In der kleinen Stube mit gestärkten Servietten, feinstem Tafelsilber und bestem Geschirr ist das bestimmt ein toller Ort für besondere Abende. Wir sind mit der urigen, bayerischen Atmosphäre happy und geniessen den lauen Sommerabend.

Am nächsten Tag steht Sightseeing auf dem Programm. Natürlich könnten wir die Tage entspannt nur auf dem Gut Ising verbringen, aber wir wollen ja auch ein bisschen die schöne Umgebung und den Chiemsee entdecken. Deshalb geht es von Gstad mit dem Ausflugsdampfer zum Schloss Herrenchiemsee auf der gleichnamigen Insel. Bei dem herrlichen Sommerwetter sind wir natürlich nicht die einzigen die diese Idee hatten… Jede Menge Schulklassen sind unterwegs, aber auch viele Familien. Trotzdem ist es nicht überfüllt. Wir tuckern über den spiegelglatten See, bewundern einige Stand-up Paddler die über das Wasser gleiten und Segler die vergeblich den Wind suchen und kaum vom Fleck kommen. Am Ufer sieht man ein kleines Strandbad und einige Ferienhäuser mit direktem Seezugang. Nach 20 Minuten legen wir schon auf der Herreninsel an. Das Eintrittsticket beinhaltet auch eine Schlossführung und Kinder bezahlen gar nichts. “Sie brauchen ungefähr 15 Minuten bis zum Schloss”, erklärt die Dame an der Kasse. “Einfach dem Spazierweg folgen”. Wir spazieren durch den schattigen Wald und entdecken schon bald die wunderbare Gartenanlage mit den spektakulären Brunnen. “Das sieht ja sehr imposant aus”, muss Ben doch zugeben. “Erinnert mich irgendwie an Versailles”, sagt er. Und tatsächlich hat sich König Ludwig von Bayern das französische Prachtschloss als Vorbild für diesen Bau genommen. “Überhaupt hat er den Sonnenkönig Ludwig XIV über alle Maßen verehrt”, erklärt die junge Führerin auf der Schlosstour. “Ob Wasserspiele, der Aufteilung der Räume des Schlosses und zum Teil sogar die Farben der Zimmer, hat er sich abgeschaut”, erzählt sie uns. “Aber leider hat er nur ein paar Nächte hier geschlafen, denn Ludwig starb kurze Zeit später. Deshalb ist das Schloss auch nicht fertig gebaut und heute ist ein ganzer Trakt leer”. Wahnsinn! So ein Aufwand und er konnte es gar nicht mehr genießen. Die Räume sind wirklich imposant. Vor allem der weltberühmte Spiegelsaal ist beeindruckend. Aber auch hier hat der Bayern König nie getanzt oder getafelt. Wie schade! Auf unserem Rückweg machen wir mit dem Schiff einen Stopp auf der Fraueninsel und genießen eine herrliche Brotzeit im Gasthof “Zur Linde”. Wir schauen uns das Kloster an und bummeln über die idyllische Miniinsel, die früher nur ein Frauenkloster beheimatet hat. Daher auch der Name.

“Der Ausflug war doch ganz schön”, muss Ben zugeben. “Aber ich freue mich auch schon wieder auf das Gut Ising. So geht es uns auch. Wir genießen die nächsten Tage den Pool, spazieren zum Hausstrand des Gut Isings direkt am See, ich gönne mir eine herrliche Massage im Spa und verbringen noch einen lauen Sommerabend im Restaurant “Il Cavallo”. “Bayern und der Chiemsee sind im Sommer wirklich toll. Und das Gut Ising sowieso”, sagt Ben und das können wir nur bestätigen.

Text: Sandra Müller-Hofner

Infos: Gut Ising, Kirchberg 3, 83339 Chieming/Ising, Tel. 08667-79-0, Email hotel@gut-ising.de; Doppelzimmer ab ca. 200 Euro, Zustellbett möglich, Familienzimmer mit Verbindungstür, verschiedene Gebäude mit unterschiedlicher Möblierung; Tennistraining und Reitstunden können auch schon vorab gebucht werden. Das eigene Pferd kann gerne mitgebracht werden. www.gut-ising.de; Tennisschule: www.taco-tennis.de

Ausflugs-Tipps Chiemsee:

Kinderfreundliches Herrenchiemsee: Das Schloss des bayerischen “Märchenkönigs” auf der Insel Herrenchiemsee ist eine weltweit bekannte Sehenswürdigkeit. Kinder haben bis zum 18. Geburtstag freien Eintritt in das Schloss, die Museen und die Gebäudesammlung. Zusätzlich gibt es täglich um 11.05, 13.05 und 15.05 Uhr kostenlose Schlossführungen für Kinder von fünf bis zwölf Jahren. Die Insel ist nur mit dem Schiff erreichbar. Der Fußweg von der Anlegestelle dauert etwa 15 Minuten.

Piratenschifffahrt auf dem Chiemsee: Kindern werden zu wilden Chiemseepiraten. Das Angebot, das Schiffahrt, Schatzsuche und Schlossbesuch enthält, ist in der Zeit von April bis Oktober täglich für Kinder von fünf bis 13 Jahren buchbar. Es kostet pro Kind 20,90 Euro und dauert ca. 4 Stunden. Alle Infos unter www.chiemseepiraten.de

Wildniskurs am Wendelstein: Feuer machen, mit Säge und Beil umgehen können, im Wald kochen: Das lernen Kinder und Jugendliche im Wildniskurs “Frischlinge” in Bad Feilnbach am Fuß des Wendelsteins. In einem fünftägigen Camp steht ausserdem der Umgang mit der Natur, mit Gefahren und mit Konflikten auf dem Programm. Der Kurs kostet für Kinder von acht bis 16 Jahren 250 Euro mit Übernachtung und Verpflegung; Infos unter www.elementar-erfahrungen.de

Alle Informationen rund um den Chiemsee gibt es unter: www.chiemsee-alpenland.de

Die Reise wurde unterstützt von Gut Ising und Chiemsee-Alpenland-Tourismus.

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