Von Pandora bis Star Wars: Unsere Disney-Highlights in Orlando
Vier Parks und jede Menge Disney-Magie: Wir haben Animal Kingdom, Magic Kingdom, Hollywood Studios und EPCOT erlebt. Wir sind mit Avatar durch Pandora geflogen, standen plötzlich mitten in einer Star-Wars-Mission und haben uns auf rasante Achterbahnen gewagt. Welche Attraktionen uns besonders begeistert haben und welcher Park unser Favorit war, erzählen wir euch hier.
Jeder der vier Disney Parks hat seinen ganz eigenen Charakter. Im Walt Disney World Resort in Orlando haben wir Animal Kingdom, Magic Kingdom, Hollywood Studios und EPCOT besucht. Wir erzählen euch, was uns besonders begeistert hat, welche Attraktionen wir auf keinen Fall verpassen würden – und welcher Park sich für wen besonders lohnt.
Ein Tipp schon vorweg: Wir hatten für unsere Parktage den Lightning Lane Multi Pass gebucht – und würden es genauso wieder machen. Gerade wenn man in wenigen Tagen alle vier Parks erleben möchte, spart man damit enorm viel Zeit in den Warteschlangen; wie genau das funktioniert, erklären wir euch am Ende des Artikels.
Unser erster Disney Park in Orlando war das Animal Kingdom. Da wir in der Disney’s Animal Kingdom Lodge wohnten und der Park ganz in der Nähe liegt, war für uns schnell klar: Das ist der perfekte Einstieg in unsere Disney-Tage. Und schon beim Betreten merkt man, dass es hier nicht nur um Fahrgeschäfte geht. Überall ist es grün, Tiere tauchen zwischen den Wegen auf, kleine Schildkröten laufen über den Boden, Affen turnen tatsächlich von Baum zu Baum und dazwischen entdeckt man Flamingos und jede Menge liebevolle Details.
Besonders gut gefallen hat mir auch die afrikanisch anmutende Welt rund um Harambe. Alte Plakate, verwitterte Fassaden und kleine Läden – vieles sieht so authentisch aus, dass man manchmal fast vergisst, dass man sich in einem Freizeitpark in Florida befindet.
Aber dann kamen wir nach Pandora – The World of Avatar. Und allein diese Welt ist schon eine Attraktion für sich. Riesige schwebende Felsen ragen über einem auf, Wasserfälle stürzen in die Tiefe, aus der üppigen Pflanzenwelt dampft und zischt es plötzlich – überall gibt es etwas zu entdecken. Disney hat hier eine Landschaft geschaffen, die tatsächlich so aussieht, als wäre sie nicht von dieser Erde.
Und dann kam Avatar Flight of Passage. Für mich war das nicht nur das Highlight im Animal Kingdom, sondern eine der sensationellsten Attraktionen unserer gesamten Reise.
Das Verrückte ist, dass das Erlebnis schon lange vor der eigentlichen Fahrt beginnt. Der Weg führt immer tiefer in die Welt von Pandora hinein, schließlich durch ein Forschungslabor, in dem sogar ein Na’vi in einer Art riesiger Kapsel liegt. Man wird Schritt für Schritt Teil der Geschichte, bis man schließlich auf seinem eigenen „Banshee“ Platz nimmt. Das Gefährt erinnert ein bisschen an ein Motorrad, man sitzt nach vorne gebeugt und wird an Rücken und Beinen fixiert.
Und dann geht es los.
Ich weiß gar nicht, wie man beschreiben soll, wie real sich dieser Flug anfühlt. Plötzlich stürzt man in eine Schlucht, schießt wieder nach oben und fliegt über die Landschaft von Pandora. Der Wind peitscht einem ins Gesicht, man spürt Bewegungen und Druck an den Schenkeln und hat tatsächlich das Gefühl, das Tier unter sich zu spüren. Unter einem liegen Wälder und Wasser, man rast zwischen Felsen hindurch und plötzlich springt ein riesiges Meereswesen aus dem Wasser. Ich wusste natürlich, dass ich in einem Fahrgeschäft sitze – aber mein Körper war offensichtlich anderer Meinung. 😅 Für diese paar Minuten fliegt man wirklich auf einem Banshee durch Pandora.
Genau das macht Disney für mich aus: Man schaut sich hier nicht einfach eine Kulisse an. Man wird Teil der Geschichte. Und bei Flight of Passage funktioniert diese Illusion so perfekt, dass ich danach erst einmal dachte: Was war das denn bitte?
Natürlich besteht das Animal Kingdom nicht nur aus Avatar. Sehr lustig war auch Kali River Rapids. Dabei sitzt man gemeinsam in einem großen runden Boot und wird durch Stromschnellen und Wasserfälle geschleudert. Und ja: Die Chance, anschließend pitschnass auszusteigen, ist ziemlich hoch. 😅
Auch für kleinere Disney-Fans
Gerade mit kleineren Kindern würde ich im Animal Kingdom gar nicht versuchen, von einer Attraktion zur nächsten zu hetzen. Dafür gibt es unterwegs viel zu viel zu sehen. Tiere, üppige Pflanzen, Flamingos, Affen und kleine Schildkröten machen schon den Weg durch den Park zum Erlebnis. Dazu kommen ruhigere Attraktionen und natürlich die vielen Disney-Figuren und liebevoll gestalteten Bereiche. Das Animal Kingdom ist deshalb auch dann spannend, wenn wilde Fahrgeschäfte noch gar kein Thema sind.
Wenn man zum ersten Mal die Main Street U.S.A. entlangläuft und das hellblaue Cinderella Castle vor sich sieht, ist das schon ein besonderer Moment. Wir kamen gerade richtig: Vor dem Schloss lief eine Show, Mickey und Minnie tanzten auf der Bühne und dazu gab es sogar ein kleines Feuerwerk. Über uns schwebten riesige Mickey-Luftballons und spätestens da war dieses klassische Disney-Gefühl komplett. Und ich muss zugeben: Da schlagen auch Herzen höher, wenn man schon lange nicht mehr klein ist. 😅
Das Magic Kingdom ist genau die Disney-Welt, die man aus Filmen und Bildern kennt. Die Main Street mit ihren kleinen Geschäften führt direkt auf das Schloss zu, überall begegnet man bekannten Figuren und selbst ein Eis bekommt hier natürlich Mickey-Ohren. Wir haben Mickey und Minnie getroffen, sind durch die verschiedenen Themenwelten gelaufen und ständig gibt es irgendwo ein kleines Detail zu entdecken, bei dem man doch wieder das Handy für ein Foto herausholt.
Eine Attraktion stand für uns im Magic Kingdom ziemlich weit oben auf der Liste: TRON Lightcycle / Run. Vor allem Paul wollte die futuristische Achterbahn unbedingt ausprobieren. Schon von außen sieht sie mit ihrer riesigen weißen Überdachung spektakulär aus – und wenn die Lightcycles über einem vorbeirasen, bekommt man automatisch Lust, selbst aufzusteigen. Zumindest fast: Bei mir mischte sich in die Vorfreude zunächst durchaus ein bisschen Respekt. 😅
Auch hier beginnt das Erlebnis schon vor der eigentlichen Fahrt. Auf Bildschirmen wird gezeigt, wie man auf den futuristischen Lightcycles Platz nimmt: nicht wie in einer normalen Achterbahn, sondern nach vorne gebeugt wie auf einem Motorrad. Und genau so sitzt man anschließend tatsächlich da. Paul war sofort begeistert – ich war mir an diesem Punkt noch nicht ganz so sicher.
Dann wird man abgeschossen und rast mit seinem Lightcycle durch die digitale Welt von TRON. Die Fahrt ist schnell, aber erstaunlicherweise fand ich sie überhaupt nicht so schlimm, wie ich vorher befürchtet hatte. Im Gegenteil: Gerade diese ungewöhnliche Sitzposition, die Geschwindigkeit und die ganze futuristische Inszenierung machen daraus eher ein kleines Event als einfach nur eine weitere Achterbahnfahrt. Paul fand TRON richtig cool – und ich am Ende auch.
Was ich am Magic Kingdom aber besonders schön finde: Der Park funktioniert genauso gut, wenn man mit Achterbahnen überhaupt nichts anfangen kann. Hier geht es viel stärker als in den anderen Parks um die klassische Disney-Magie. Figuren treffen, durch die liebevoll gestalteten Themenwelten schlendern, eine Parade oder Show anschauen, Karussell fahren – oder einfach mit einem Mickey-Eis in der Hand vor dem Schloss stehen.
Ein Paradies für kleinere Disney-Fans
Für kleinere Kinder ist das Magic Kingdom wahrscheinlich der Disney-Park schlechthin. Besonders süß sind Dumbo the Flying Elephant, der Klassiker „it’s a small world“ und Peter Pan’s Flight, bei dem man im Piratenschiff über London ins Nimmerland fliegt. Dazu kommen Karussells, Shows und natürlich die vielen Disney-Figuren – hier kann man problemlos einen ganzen Tag verbringen, ohne eine einzige wilde Achterbahn zu fahren.
Wenn mich ein Park wirklich überrascht hat, dann waren es die Disney’s Hollywood Studios. Vor allem Star Wars: Galaxy’s Edge hat mich völlig geflasht. Man läuft nicht einfach durch einen hübsch dekorierten Themenbereich – man hat tatsächlich das Gefühl, auf einem anderen Planeten gelandet zu sein. Raumschiffe, Droiden, seltsame technische Apparaturen, Verkaufsstände: Alles gehört zu dieser Star-Wars-Welt. Selbst die Waschbecken auf der Toilette sehen aus, als wären sie irgendwo in einer weit entfernten Galaxie zusammengeschraubt worden. Genau diese Liebe zum Detail fand ich unglaublich.
Mein absolutes Highlight war Star Wars: Rise of the Resistance. Und auch hier ist das Faszinierende, dass die eigentliche Attraktion gefühlt schon lange beginnt, bevor man überhaupt irgendwo einsteigt. Wir wurden Teil einer Mission des Widerstands – und plötzlich von der First Order gefangen genommen. Man wird in einen riesigen Hangar gebracht und steht einer ganzen Armee von Stormtroopern gegenüber. Irgendwann taucht auch Kylo Ren auf. Ich möchte gar nicht zu viel verraten, denn gerade dieses Nichtwissen macht den Spaß aus. Nur so viel: Man fährt hier nicht einfach mit einem Fahrgeschäft. Man steckt plötzlich mitten in einer Star-Wars-Geschichte und versucht, aus ihr wieder herauszukommen. Disney beschreibt die Attraktion tatsächlich als Mission, bei der der eigene Transport von einem Star Destroyer der First Order gekapert wird.
Und dann war da noch der Tower of Terror. Hätte ich vorher genau gewusst, was mich in diesem alten Hollywood-Hotel erwartet, wäre ich vermutlich nicht eingestiegen. 😅 Der Aufzug rast plötzlich in die Tiefe – für mich eindeutig eine der gruseligeren Erfahrungen unseres Disney-Besuchs. Aber inzwischen war mein Ehrgeiz geweckt: Wenn die beiden irgendwo einstiegen, stieg ich eben auch ein.
Das galt sogar für den Rock ’n’ Roller Coaster, der inzwischen ganz neu mit den Muppets inszeniert ist. Schon die riesige Gitarre vor dem Eingang sieht spektakulär aus – und drinnen wird es nicht gerade ruhiger. Die Achterbahn beschleunigt rasant und fährt unter anderem durch drei Überschläge. Und spätestens da hatte ich endgültig verstanden: Ich war eigentlich davon ausgegangen, dass ich die beiden in Orlando zu den wilden Fahrgeschäften begleite und draußen auf sie warte. Stattdessen bin ich am Ende fast alles selbst gefahren – und hatte einen Riesenspaß dabei.
Auch für kleinere Disney-Fans
Dabei gibt es in den Hollywood Studios auch für kleinere Disney-Fans jede Menge zu entdecken. Besonders süß fanden wir Toy Story Land: Hier läuft man quasi durch Andys Kinderzimmer und plötzlich ist alles riesengroß und kunterbunt. Selbst die Toiletten und kleinsten Details sehen aus, als wären sie aus bunten Spielzeugbausteinen zusammengesetzt.
Gleich drei Attraktionen gehören zur Toy-Story-Welt: Bei Slinky Dog Dash saust man in einer ziemlich niedlichen Familienachterbahn auf Slinky durch Andys Garten – die sind wir natürlich auch gefahren. Bei Toy Story Mania! wird daraus ein interaktives 4D-Spiel und bei den Alien Swirling Saucers dreht man mit den kleinen grünen Aliens seine Runden.
Und natürlich begegnet man überall den Figuren aus den Filmen: Woody, Buzz Lightyear und Jessie stehen für Fotos bereit – für kleinere Kinder wahrscheinlich mindestens genauso aufregend wie für uns die großen Star-Wars-Attraktionen.
EPCOT war für mich noch einmal ganz anders als die anderen Disney Parks. Weniger klassische Disney-Märchenwelt, dafür eine ziemlich faszinierende Mischung aus Reisen, Zukunft und richtig guten Attraktionen. Das Herzstück ist das World Showcase rund um den großen See. Man läuft einfach immer weiter – und steht plötzlich in China, Italien, Frankreich, Mexiko oder eben Deutschland. Insgesamt sind hier elf Länder vertreten.
Und Disney wäre nicht Disney, wenn es bei ein paar hübschen Fassaden bliebe. Die Länder sind mit unglaublich viel Liebe zum Detail inszeniert. In Italien steht man fast auf dem Markusplatz, in China geht es durch ein riesiges traditionelles Tor und in Mexiko erlebten wir eine Performance, bei der man wirklich kurz vergessen konnte, dass man eigentlich mitten in Florida ist. Besonders lustig fanden wir natürlich Deutschland: Bernd konnte sich tatsächlich ein deutsches Bier bestellen – und die Mitarbeiter dort waren Deutsche, mit denen wir gleich ins Gespräch kamen. Irgendwie ein bisschen absurd, aber gleichzeitig erstaunlich authentisch. 😅
Auch für kleinere Disney-Fans
Überall im Park begegnet man außerdem Disney-Figuren und während unseres Besuchs auch diesen herrlichen Figuren aus Pflanzen und Blumen. Gerade dadurch ist EPCOT auch für kleinere Kinder schön. Dazu kommen familienfreundliche Attraktionen wie Remy’s Ratatouille Adventure, bei der man in Frankreich aus Remys Perspektive durch Gusteaus Küche flitzt. Remy hat übrigens keine Mindestgröße; auch Frozen Ever After, The Seas with Nemo & Friends oder Journey Into Imagination With Figment gehören zu den Attraktionen, die Familien mit kleineren Kindern fahren können.
Und plötzlich geht es ins Weltall
Mein persönliches Highlight war aber Guardians of the Galaxy: Cosmic Rewind. Schon vor dem Eingang wird es mit Raumschiff und Galaxien ziemlich spektakulär – und dann beginnt eine intergalaktische Verfolgungsjagd. Die Achterbahn fährt nicht einfach nur vorwärts: Die Fahrzeuge drehen sich während der Fahrt und werden gezielt in Richtung der Szenen ausgerichtet. Und irgendwann rast man mit Musik durch den Weltraum. Das war sensationell!
Und dann natürlich Spaceship Earth, das riesige silberne Wahrzeichen von EPCOT. Ich hatte zunächst gar nicht auf dem Schirm, dass sich in dieser Kugel tatsächlich eine Attraktion befindet. Man fährt durch verschiedene Stationen der Menschheits- und Kommunikationsgeschichte bis in die Zukunft – viel ruhiger als Guardians, aber gerade deshalb ziemlich besonders.
Unser Disney-Hotel für Familien:
In Sachen Transparenz: Vielen Dank an Disney Resorts Florida für die Unterstützung und Planung unseres Aufenthalts (Werbung, da Pressereise). Wir stellen nur Erlebniss und Aktivitäten vor, die wir selbst getestet haben und die wir Familien empfehlen!























